Current Issues in IT Security

Interdisziplinäre Konferenz in Freiburg i. Br., 12.-14.05.2009

Aktuelle News

14. April 2009: Hotelliste online
2. April 2009: Vorläufiges Programm online (englische Seite)
2. April 2009: Deadline verlängert
18. März 2009: Flyer steht zum Download zur Verfügung
9. März 2009: Call for Participation veröffentlicht


Themenblöcke

Die Konferenz wird sich mit dem (weit verstandenen) Thema "IT-Sicherheit" unter den nachfolgenden vier thematischen Perspektiven beschäftigen:


1. Technische Aspekte der IT-Sicherheit

IT-Systeme dienen nicht mehr lediglich als Arbeitssysteme für Individuen und Unternehmen. Vielmehr sind sie zum Rückgrat der Gesellschaft geworden. Verwundbare Systeme stellen daher nicht mehr nur ein Riskio für die Betroffenen, sondern für die Gesellschaft insgesamt dar. Der erste Themenblock wird sich daher mit technischen Aspekten der IT-Sicherheit beschäftigen.

Themen, die behandelt werden sollen, sind zum Beispiel aktuelle Aspekte im Bereich Firewalls, Protokoll basierte Proxy Systeme, Schwachstellen in verbreiteten Intrusion Dectection Systemen, Funktionsweisen von Micro Fraud Schemen, gegenwärtige Entwicklungen im Botnet-Bereich u.v.m.


2. Individuelle Viktimisierung und Schäden

Eine der nach wie vor ungeklärten Fragen der IT-Sicherheit betrifft die Auswirkungen von Computerkriminalität. Häufig sind Opfer – auch nach längerer Zeit – nicht einmal in der Lage festzustellen, dass sie überhaupt Opfer einer Straftat geworden sind. Unternehmen sind in vielen Fällen nicht bereit, Schäden betriebsexternen Einrichtungen mitzuteilen – entweder aus Angst vor Nachteilen für die Firma oder aus Unkenntnis, welche Institutionen als kompetente Ansprechpartner überhaupt zur Verfügung stehen. Oft werden auch die Aussichten für eine Aufklärung als so gering eingeschätzt, dass aus diesem Grund keine weiteren Mitteilungen erfolgen. Der zweite thematische Block widmet sich daher verstärkt der Fragestellung nach den tatsächlichen Auswirkungen von Computerkriminalität

Themen betreffen etwa den tatsächlichen Umfang der Individualviktimisierung, theoretische Modelle zur Analyse von Auswirkungen der Computerkriminalität, Forensische Fallstudien u.v.m.


3. Zukünftige Entwicklungen

Botnetze und Phishing-Angriffe gelten – zumindest unter Experten – als inzwischen bereits etablierte Formen der Computerkriminalität. Welche Bedrohungen in der Zukunft noch zu erwarten sind, bleibt hingegen noch offen. Der dritte Themenblock widmet sich möglichen zukünftigen Entwicklungen und ihren Auswirkungen.

Themen in diesem Block sind zum Beispiel Cyberterrorismus, Online Radikalisierung, Sicherheitsfragen für Versorgungsketten und kritische Infrastrukturen.


4. Kontrolle, kulturelle, soziologische und politische Implikationen

Die Phänomene der Computerkriminalität zeigen vielfältige Aspekte des Mediums "Internet" auf. Einige können als Dualismen beschrieben werden, z.B. "Nutzung vs. Missbrauch" oder "Kontrolle vs. Freiheit". Die einzigartigen Möglichkeiten des Internet und die ubiquitäre Verfügbarkeit digitaler Daten eröffnen unterschiedliche Handlungsoptionen (legale, illegale sowie weite Graubereiche). Die Gesellschaftskultur muss lernen, mit derartigen Herausforderungen umzugehen. Darüberhinaus ist zu beachten, dass ein erfolgreicher Kampf gegen Computerkriminalität voraussetzt, dass die zugrundeliegenden Aspekte (d.h. insbesondere Phänomene, Auswirkungen und zukünftige Bedrohungen) bekannt sind und Maßnahmen auf internationaler Ebene ansetze – nationale Aktivitäten sind in der Regel von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

Themen in diesem Block werden z.B. nationale und internationale rechtliche Instrumente zur Bekämpfung der Computerkriminalität sein, technische Instrumente (z.B. Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchungen), Effektivitätsanalysen (z.B. im Hinblick auf die Erfolgsaussichten von Vorratsdatenspeicherung und Überwachungsmaßnahmen) sowie mögliche Ausweitungen rechtlicher und tatsächlicher Instrumente.


Organisatorische Hinweise

Die Veranstaltung wird in den Räumlichkeiten des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i. Br. durchgeführt. Günstige Anflugsmöglichkeiten sind der Euroairport Basel/Mulhouse/Freiburg, Flughafen Frankfurt a.M., Stuttgart oder Strasbourg.

Die Veranstaltung wird auf 60 Teilnehmer begrenzt sein. Beginn ist am 12.05.2009 14 Uhr, die Veranstaltung endet am 14.05.2009 um 14 Uhr. Beitragsvorschläge können ab sofort eingereicht werden. Zuhöreranmeldungen können ab 15.04.2009 formlos an security09@mpicc.de gemailt werden. Es gilt die Reihenfolge der Eingänge. Die Ergebnisse der Konferenz werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Sofern aus Sicherheitsgründen keine schriftlichen Informationen im Tagungsband abgedruckt werden sollen, geben Sie dies bitte bei der Einreichung mit an.


 
  • Geändert am: 25.07.2011
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