V. Schwerpunkt: Kriminalpolitik und rechtsstaatliche Entwicklung in Übergangsgesellschaften

Zahlreiche Länder dieser Welt wurden und werden von Unruhen erschüttert. Andere verharrten jahrzehntelang in Systemen, die die Standards eines modernen Rechtsstaats nachhaltig und weitreichend ignorierten. Im Forschungsschwerpunkt „Kriminalpolitik und rechtsstaatliche Entwicklung in (außereuropäischen) Übergangsgesellschaften“ verknüpft die kriminologische Forschungsgruppe strafrechtliche und kriminologische Forschungsmethoden, um die Umsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien in solchen reformbedürftigen Übergangsgesellschaften wesentlich mit zu gestalten bzw. Grundlagen für eine rationale, internationalen Standards standhaltende Kriminalpolitik zu schaffen.
Die Forschungstätigkeit in diesem Schwerpunkt ermittelt zum Einen in der Tradition der Grundlagenforschung mit empirischen Verfahren Einstellungen in der jeweiligen Bevölkerung zu den relevanten politischen Themenbereichen wie Folter oder Todesstrafe. Der Zusammenhang zwischen Strafverfolgungs- und Strafvollzugspraktiken für das Aufkommen von Kriminalität wird empirisch untersucht. Rechtsvergleiche dienen der Analyse der Voraussetzungen für moderne und rechtsstaatlich orientierte Strafjustizsysteme.


  • Geändert am: 04.07.2011
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