Die Rolle des Anklägers eines Internationalen Strafgerichtshofs

Am 17. Juli 1998 wurde das Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) verabschiedet, das erste Statut für die Einrichtung eines ständigen internationalen Strafgerichtshofs. Für die Funktionsfähigkeit des IStGH sind die Aufgaben und Befugnisse des Anklägers von maßgeblicher Bedeutung. Ziel der Arbeit ist es, durch die Untersuchung des Anklagesystems des zukünftigen IStGH und durch die rechtsvergleichende Betrachtung nationaler Anklagesysteme einen Beitrag zur Ermittlung der Rolle des Anklägers für die internationale Sicherheit und die Möglichkeit des Aufbaus eines internationalen Anklagesystems, insbesondere eines internationalen Strafverfahrensrechts, zu leisten.

Projektkategorie: Dissertation
Organisatorischer Status: Einzelprojekt
Projektlaufzeit: Projektbeginn: 2000
Projektende: 2004
Projektstatus: abgeschlossen

Leiter(in):

  • Wu Wei

In der Einleitung (§§ 1-3) werden die Problematik und Gang der Untersuchung dargelegt. Die Rechts-stellung und die Funktion der nationalen Anklagebehörden werden im Überblick dargestellt. Der erste Teil (§§ 4-5) untersucht den Aufbau der Anklagebehörde und die Rechtsstellung des Anklägers des IStGH. Im zweiten Teil (§§ 6-10) werden die Rolle des Anklägers des IStGH in verschiedenen Verfahrensabschnitten (Ermittlungs-, Zwischen-, Haupt-, Rechtsmittel- und Strafvollstreckungsverfahren) untersucht. Hierfür soll insbesondere auf die Erfahrung und Rechtsprechung der beiden ad hoc-Tribunale in Den Haag und Arusha in Bezug auf die Rolle der jeweiligen Anklage zurückgegriffen werden. Auch die einzelnen nationalen Anklagesysteme, die sich mit dem Anklagesystem des IStGH befassen, sollen berücksichtigt werden. Im dritten Teil wird über die Eingangsuntersuchung hinaus eine eigene Auffassung über die Rolle des Anklägers eines internationalen Strafgerichtshofs entwickelt.

  • Geändert am: 05.10.2011
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