Rechtliche Initiativen gegen Organisierte KriminalitätDas Forschungsvorhaben stellte die Fortsetzung des mit dem Band "Besondere Ermittlungsmaßnahmen gegen die organisierte Kriminalität" begonnenen Projekts dar. Die zu Beginn der neunziger Jahre zunächst als Gutachten für das Bayerische Justizministerium erstellten und 1993 veröffentlichten Landesberichte behandelten mit den Rechtsgrundlagen und der Rechtswirklichkeit der besonderen Ermittlungsmaßnahmen einem Teilaspekt des Kampfes gegen die organisierte Kriminalität, der in Deutschland im Vorfeld des Erlasses des OrgKG von 1992 große Aktualität gewonnen hatte. |
| Projektkategorie: | Forschungsprojekt |
| Organisatorischer Status: | Institutsprojekt |
| Projektlaufzeit: | Projektbeginn: 1996 Projektende: 2001 |
| Projektstatus: | abgeschlossen |
Leiter(in):
- Dr. Barbara Huber [Email]
- Prof. Dr. Walter Gropp
Mitarbeiter(innen):
- Dr. Dr. h.c. mult. Karin Cornils
- Vagn Greve
- Piotr Hofmanski
- Anton van Kalmthout
- Marianne Löschning-Gspandl
- Judith Natterer
- Renzo Orlandi
- Bahri Öztürk
- Maria-José Pifarrè
- Ingrid van de Reyt
- Arnd Sinn
- Liane Schubert
- Stephen C. Thaman
- Matthias Wörner
- Frank Zieschang
Die rasche Entwicklung der Gesetzgebung auf diesem Gebiet machte schon bald eine neue Bestandsaufnahme der rechtlichen Bewältigung von Erscheinungsformen der organisierten Kriminalität im In- und Ausland notwendig, nachdem das Geldwäschegesetz von 1993, das Verbrechensbekämpfungsgesetz von 1994 und die Fernmeldeüberwachungs-Verordnung 1995 die Bedeutung dieser gezielten Gesetzgebung vertieften. Für diese zweite Phase wurde das Thema über die besonderen Ermittlungsmaßnahmen hinaus auf die gesamte Palette der rechtlichen Initiativen erstreckt, um ein umfassendes Bild der Situation zu erstellen.
Die Arbeit hieran begann mit finanzieller Unterstützung der Thyssen-Stiftung mit einem Kolloquium in Leipzig (28.-31. März 1996), auf dem Überblicksreferate zur legislatorischen Aktivität in neun Ländern der EU, in der Schweiz, den USA und der Türkei gehalten wurden. Gleichzeitig wurde ein "Europäischer Arbeitskreis zu rechtlichen Initiativen gegen die organisierte Kriminalität" gegründet, um die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu intensivieren.
Die stark erweiterten und nach einer einheitlichen Gliederung erstellten Landesberichte über die neueren strafrechtlichen Entwicklungen gegen die Erscheinungsformen der organisierten Kriminalität in den Ländern Deutschland, Dänemark, Polen, Österreich, England, Frankreich, Italien, Niederlande, Türkei, Spanien, USA und Schweiz sowie ein Bericht über die supranationalen Maßnahmen in Europa werden durch einen rechtsvergleichender Querschnitt abgerundet.
Der Band wurde im Jahr 2000 für die Veröffentlichung vorbereitet und erschien im Februar 2001 als Bd. S 84 in der institutseigenen Reihe edition iuscrim unter dem Titel: Gropp, W./Huber, B. (Hrsg.), Rechtliche Initiativen gegen organisierte Kriminalität. Freiburg, 995 S.
Den Abschluss des Projekts bildete ein vom 22.-29.9.2001 durchgeführtes internationales Kolloquium über "Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität im Rechtsstaat: Möglichkeiten und Grenzen", das die Universitäten Giessen und Izmir ausrichteten. Die Beiträge zu dieser Veranstaltung sollen vom türkischen Veranstalter in türkischer und deutscher Sprache veröffentlicht werden.
Publikationen (Auswahl):
- Gropp, Walter / Huber, B. (Hrsg.): Rechtliche Initiativen gegen organisierte Kriminalität. Freiburg i. Br., edition iuscrim, Bd. S84, 991 S., 2001.