Kurzbeschreibungen der Projekte

Erster Forschungsschwerpunkt:

Grenzüberschreitende Kriminalität, territoriale Grenzen des Strafrechts und internationale Strafrechtsintegration

a) Grundlagenfragen

Grundlagen der Strafrechtsharmonisierung: "Les chemins de l'harmonisation pénale"
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Prof. Dr. Mireille Delmas-Marty, Collège de France, Paris;
Prof. Dr. Mark Pieth, Universität Basel

Die Globalisierung führt zu einer zunehmenden Angleichung der nationalen Strafrechtsordnungen. Diese Entwicklung verläuft in den verschiedenen Rechtsgebieten jedoch unterschiedlich. Zur Erforschung dieser Prozesse untersucht das internationale Gemeinschaftsprojekt mit 13 Forschern erstmals Akteure, Wirkungskräfte, Prozesse und Modelle der internationalen Strafrechtsharmonisierung zum Zwecke der Theoriebildung auf der Grundlage von detaillierten Studien zu elf unterschiedlichen Rechtsgebieten.  [mehr]

Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Strafrechtsvergleichung
Deliktsbereich(e):
Terrorismus; Computerkriminalität; organisierte Kriminalität; Wirtschaftskriminalität u.a.
Rechtsordnung(en):
Zahlreiche nationale und internationale Rechtsordnungen
Zeitrahmen:
2005-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

b) Europäisches Strafrecht

Handbuch zum Europäischen Strafrecht

Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; † Franz-Hermann Brüner, Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF);
Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg (Universität Regensburg);
Prof. Dr. Helmut Satzger (Universität München); Harald Weiß

Auf europäischer Ebene wird den Herausforderungen der Globalisierung mit einer Vielzahl von Rechtsakten begegnet, die die nationalen Strafrechtsordnungen erheblich beeinflussen. Da es sich meist um punktuelle Regelungen handelt, denen kein einheitliches Gesamtkonzept zugrunde liegt, ist die Folge ein komplexes und unübersichtliches Regelwerk. Projektziel ist eine systematische Darstellung des Europäischen Strafrechts für Wissenschaft und Praxis auf Basis der Neuerungen des Lissabonner Vertrags. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Deutschland,
Europäisches Strafrecht
Zeitrahmen:
2006-2011
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt
Grundlagen, Systeme und Zukunftsperspektiven des Europäischen Strafrechts
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Dr. Marianne Wade, L.L.B.
Das von der EU geförderte Projekt untersucht Ziele, Systeme und Entwicklungsmöglichkeiten des Europäischen Strafrechts. Seine rechtspolitischen Vorschläge beruhen auf umfassender Grund lagen forschung zum transnational wirksamen Strafrecht: Es analysiert dazu das geltende nationale und supranationale europäische Strafrecht, den europäischen Schutz von Menschenrechten und von institutionellen Garantien sowie die Modelle und Systeme des transnationalen Strafrechts insbes. in sog. "Mehrebenensystemen".
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Transnationale Kriminalität; Wirtschaftskriminalität gegen EU-Interessen
Rechtsordnung(en):
18 europäische Rechtsordnungen; USA; Nordischer Rat; EU-Recht
Zeitrahmen:
2007-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt
EuroNeeds
Projektleitung:
Dr. Marianne Wade, L.L.B.
Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung und v.a. die von dem Vertrag von Lisabon vorgesehene Rechtsgrundlage für eine Europäische Staatsanwaltschaft wird der tatsächlichen Bedarf von Praktikern bei dem verfolgen von Straftaten gegen Europäische Rechtsguter bzw. durch die EU begünstigte trans-nationaller Kriminalität in 18 EU Mitglieds- bzw. Anwärterstaaten untersucht. Die Studie zielt ferner daraufhin festzustellen inwiefern die vorhandenen Mittel v.a. der Dritten Säule die begegneten Probleme Abhilfe verschaffen bzw. dieses tun werden und weitere notwendigen Schritte zu identifizieren.
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Europäisches Strafrecht
Deliktsbereich(e):
Straftaten gegen die finanziellen Interessen der EU; grenzüberschreitende Kriminalität
Rechtsordnung(en):
18 europäische Rechtsordnungen, EU-Recht
Zeitrahmen:
2009-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Einzelprojekt

Der Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung justizieller Entscheidungen in Strafsachen und seine Umsetzung in Deutschland
Projektleitung:
Thomas Wahl
Der Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung strafrechtlicher Entscheidungen ist das Paradebeispiel für die neuen kooperationsmodelle in der Europäischen Union zur Überwindung der territorialen Grenzen des Strafrechts. Das Projekt erforscht durch eine Analyse der Gesetzgebung und Rechtsprechung die Umsetzungs- und Anwendungsprobleme in Deutschland nach ersten Erfahrungen mit den auf diesem Grundsatz basierenden Mechanismen, vor allem dem Europäischen Haftbefehl. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Deutschland; EU-Recht
Zeitrahmen:
2005-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Die Implementation des Rahmenbeschlusses zum Europäischen Haftbefehl in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Dr. Peggy Pfützner, LL.M.
Das vom T.M.C. Asser Instituut organisierte Projekt analysierte zusammen mit dem Max-Planck-Institut die Umsetzung des EU-Rahmenbeschlusses über den Europäischen Haftbefehl in allen Mitgliedstaaten der EU. Das Max-Planck-Institut erstellte den deutschen Landesbericht und hatte dadurch frühen Zugriff auf den entsprechenden Gesamtdatenbestand, der später als elektronisches Informationssystem im Internet veröffentlicht wurde. Das Institut war zudem wesentlich an der Abschlusskonferenz des Projekts beteiligt.
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Organisierte Kriminalität und andere schwere Kriminalität
Rechtsordnung(en):
25 Mitgliedstaaten der EU
und weitere europ. Staaten; EU-Recht
Zeitrahmen:
2004-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Die Errichtung einer Europäischen Staatsanwaltschaft
Projektleitung:
Susanne Rheinbay
Im Jahre 2009 belief sich das geschätzte Schadensvolumen der vermuteten Betrugsfälle laut EU-Kommission auf insgesamt über 280 Millionen Euro. Die Arbeit untersucht, ob zur Bekämpfung dieses Betrugs eine Europäische Staatsanwaltschaft errichtet werden sollte und wie deren institutionelle und funktionelle Ausgestaltung aussehen könnte. Hierzu werden Dokumente von EU-Institutionen sowie Fachliteratur analysiert und verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten miteinander verglichen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Wirtschaftskriminalität
Rechtsordnung(en):
Europäisches Recht
Zeitrahmen:
2009-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Europäische Strafverteidigung
Projektleitung:
Prof. Dr. Jörg Arnold
Bei der Erweiterung der europäischen Strafverfolgung wird das Recht auf Verteidigung nicht gebührend berücksichtigt. Die Untersuchung analysiert deshalb verschiedene Möglichkeiten, die Gesamtbalance im Strafverfahren durch die Schaffung einer "europäischen" Strafverteidigung zu gewährleisten. [mehr]

Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Funktionale Grenzen des Strafrechts

Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Europäisches Straf- und Strafprozessrecht; sonstiges internationales Strafrecht
Zeitrahmen:
2007-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt
The Changing Role of Prosecutors in National and Emerging Supra-National Contexts
Projektleitung:
Dr. Marianne Wade, L.L.B.; Prof. Erik Luna (Washington and Lee University School of Law)
Die Arbeit von Staatsanwälten erweist sich zunehmend auch in europäischen Rechtsordnungen als entscheidend für den strafprozessualen Verlauf und die von der Strafjustiz erreichte Wirkung. In den USA ist die Wirkung von Staatsanwälten insbesondere durch plea-bargaining Verfahren bekannt. Angesichts der dynamischen Entwicklung der staatsanwaltschaftlichen Rolle in europäischen Systemen erscheint eine vergleichende Forschung vielversprechend. Dieses Projekt vergleicht die Wirkung von Staatsanwälten transatlantisch und identifiziert Lehren, die aus der vergleichenden Betrachtung der jeweiligen Praxen gezogen werden können. Auf diese Weise werden "Best Practices" aufgezeigt, die eine wirkungsvolle und menschenrechtsfreundliche Praxis prägen sollten. In einem zweiten Schritt wendet sich das Projekt potentielle Lehren für die sich auf europäischer Ebene entwickelnde Strafjustiz zu.
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Europäisches Strafrecht
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
USA, diverse europäische Rechtsordnungen, Europarecht
Zeitrahmen:
2009-2012
Status:
in Planung
Kategorie:
Einzelprojekt
Souveränität und Strafrecht: Das Erfordernis der beidseitigen Strafbarkeit in der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen
Projektleitung:
Dr. Nadja Capus, Marie Curie Fellow
Seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert ist die zwischenstaatliche Rechtshilfe in Strafsachen einem steten Wandel unterworfen, der sich nach dem 2. Weltkrieg insbesondere innerhalb der Europäischen massiv beschleunigt hat. Im Zuge dieses Wandels werden traditionelle Prinzipien des Rechtshilfewesens abgeschafft, wozu das Erfordernis beidseitiger Strafbarkeit gehört.
Ziel des von der Europäischen Forschungskommission als Marie Curie Fellowship finanzierten Projekts war es, die wissenschaftlichen Grundlagen des Erfordernisses beidseitiger Strafbarkeit im Rechtshilferecht, die Prinzipien, aus denen es sich herleiten lässt, und seine Funktionen zu untersuchen.
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Schweiz; Europäisches Recht; sonstiges internationales Strafrecht; Rechtshilfe in Strafsachen
Zeitrahmen:
2007-2009
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Einzelprojekt

Strafverfahrensrecht in Europa
Projektleitung:
Dr. Barbara Huber; Dr. Richard K.Vogler (University of Sussex, UK)
Die Anwendung von traditionellem Strafverfahrensrecht ist auf das nationale Staatsgebiet beschränkt. Bei der Verfolgung von grenzüberschreitender Kriminalität treten wegen dieser Beschränkung in der Praxis ernsthafte Probleme auf. Die Arbeit stellt der Praxis und der vergleichenden Strafrechtswissenschaft eine aktuelle und übersichtliche Darstellung der Strafprozessrechte repräsentativ ausgewählter Mitgliedsländer der EU in englischer Sprache zur Verfügung. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
sechs europäische Rechtsordnungen
Zeitrahmen:
2004-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

c) Internationales Strafrecht (insbesondere Völkerstrafrecht)

Pirateriebekämpfung im Golf von Aden
Projektleitung:
Anna Petrig, LL.M. (Harvard)
Das Projekt untersucht, inwiefern die Sicherheitsratsresolutionen 1816, 1846 sowie 1851 den bestehenden Rechtsrahmen zur Bekämpfung von Piraterie und bewaffnetem Raubüberfall auf See abgeändert haben. Dabei werden einerseits die Zwangsmassnahmenbefugnisse des Seerechtsübereinkommens (SRÜ) sowie deren Erweiterung durch die erwähnten Resolutionen des Sicherheitsrates untersucht. Anderseits wird das völkerrechtliche Regime zur strafrechtlichen Verfolgung von Piraterie und bewaffnetem Raubüberfall auf See dargestellt. Dabei werden neben möglichen Strafverfolgungsanknüpfungspunkten sogenannte "Überstellungen" und "shiprider agreements" analysiert, die eingesetzt werden, um "Piraten" in die Gerichtsbarkeit von strafverfolgungswilligen Staaten zu verbringen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale und funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Internationales Strafrecht
Rechtsordnung(en):
Internationales Strafrecht, Völkerrecht, Menschenrechte, Seerecht, Polizeirecht
Zeitrahmen:
2009-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Einzelprojekt

Internationalisierung von Strafrecht durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
Projektleitung:
Dr. Julia Macke
Der seit den Anschlägen des 11. September 2001 geführte Kampf gegen den Terror hat auch die Internationalisierung von Strafrecht beschleunigt. Ein neuer Akteur ist dabei der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, der seitdem durch rechtsverbindliche Resolutionen nationales Strafrecht prägt. Die Untersuchung gibt einen Überblick über die maßgeblichen Resolutionen, analysiert ihren strafrechtlichen Bezug und beantwortet die Fragen nach der Kompetenz
und der demokratischen Legitimation des Rates. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus; Geldwäsche
Rechtsordnung(en):
Internationales Strafrecht
Zeitrahmen:
2006-2009
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt (IMPRS-CC)

Allgemeine Rechtsgrundsätze des Völkerstrafrechts zur strafbaren Mitwirkung
von Führungspersonen in Straftätergruppen und Netzwerken
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Priv.-Doz. Dr. Hans-Georg Koch; Jan Michael Simon
Führungspersonen organisierter Straftätergruppen und Netzwerke agieren zumeist im Hintergrund ohne eigenhändige Tatbeteiligung. Das Projekt untersucht, wie 43 Rechtsordnungen mit den dafür typischen Zurechnungs- und Beweisproblemen umgehen. Dabei werden auch neue methodische Wege der Strafrechtsvergleichung erprobt. Ziel ist es, die Entwicklung einschlägiger allgemeiner Rechtsgrundsätze des Völkerstrafrechts zu unterstützen und die entsprechende internationale Strafrechtsdogmatik herauszuarbeiten. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Organisierte Kriminalität, insbesondere Völkerstraftaten
Rechtsordnung(en):
43 Rechtsordnungen weltweit; Völkerstrafrecht
Zeitrahmen:
2005-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Terrorismus und Völkerstrafrecht
Projektleitung:
Paul Rabbat, LL.B. (Montréal), LL.M. (Sussex)
Der "neue Terrorismus", der internationaler und schadensintensiver ist, hat auch im Völkerstrafrecht zur Suche nach der effektivsten Maßnahme geführt. Das Projekt untersucht die Perspektiven für die erfolgreiche Bekämpfung und Bestrafung von Terrorismus durch Völkerstrafrecht. Es analysiert dabei auch die Kriterien für die Schaffung von völkerstrafrechtlichen Tatbeständen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus
Rechtsordnung(en):
Völkerstrafrecht
Zeitrahmen:
2007-
Status:
ruhend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Grundlagen und Grenzen völkerrechtlicher Exemtionen
Projektleitung:
Dr. Helmut Kreicker
Das Projekt untersucht, inwieweit völkerrechtliche Immunitäten, Unverletzlichkeitsgarantien und sonstige Exemtionen einer Strafverfolgung durch nationale und internationale Gerichte entgegen stehen. Im Wege einer spezifisch strafrechtlichen Analyse internationaler und nationaler Rechtsprechung, völkerrechtlicher Verträge und staatlicher Gesetzgebung wird das geltende Recht systematisch erfasst und einer kritischen Bewertung unterzogen.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Völkerstraftaten; internationale Verbrechen
Rechtsordnung(en):
Deutschland; Völkerstrafrecht
Zeitrahmen:
1999-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt

Nationale Strafverfolgung völkerrechtlicher Verbrechen
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Prof. Dr. Albin Eser, M.C.J.; Dr. Helmut Kreicker
Das strafrechtsvergleichende Projekt erforscht, inwieweit die nationalen Strafrechtsordnungen verschiedener Staaten eine Ahndung von Völkerstraftaten durch eigene staatliche Gerichte ermöglichen, welche Defizite gegenüber dem Völkerrecht bestehen und welche Reformen insofern durchgeführt wurden oder geplant sind. Es zeigt, dass die meisten untersuchten Staaten Völkermordtaten und Kriegsverbrechen als solche ahnden können, Verbrechen gegen die Menschlichkeit dagegen nicht.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Völkerstraftaten
Rechtsordnung(en):
34 Rechtsordnungen weltweit; Völkerstrafrecht
Zeitrahmen:
2001-2006
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Völkerstrafrecht in Rumänien
Projektleitung:
Dr. Johanna Rinceanu, LL.M.
Das Völkerstrafrecht hat sich in den einzelnen Staaten der Welt aufgrund nationaler historischer und politischer Ereignisse unterschiedlich weit entwickelt. Dabei ist ein enger Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen sowie dem Wirken von Einzelpersonen in einem bestimmten Land und der dortigen Evolution des Völkerstrafrechts als actio und reactio festzustellen. Die Untersuchung analysiert den Umgang Rumäniens mit dem Völkerstrafrecht in Vergangenheit und Gegenwart. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Völkerstraftaten
Rechtsordnung(en):
Rumänien; Völkerstrafrecht
Zeitrahmen:
2003-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt

Überweisungspraxis von internationalen zu nationalen Strafgerichtshöfen
Projektleitung:
Jennifer Schuetze-Reymann
Die Überweisungspraxis des ICTY/R an staatliche Gerichte ist ein elementarer Baustein der "Completion Strategy" des UN-Sicherheitsrats. Daran lassen sich verschiedene rechtliche Fragen der pluralistischen strafrechtlichen Aufarbeitung konkret illustrieren. Das Projekt untersucht zentrale juristische Probleme, identifiziert deren mögliche Ursachen, konzipiert Lösungsansätze, die auch für den ICC relevant sein könnten, und beleuchtet die sich wandelnde Dynamik zwischen verschiedenen Strafverfolgungsakteuren. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Völker(straf)recht; sonstiges Internationales Strafrecht
Zeitrahmen:
2009-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-REMEP)

Internationale Haftbefehle in noch andauernden Konflikten
Projektleitung:
Mayeul Hiéramente
Die Arbeit analysiert die tatsächlichen und rechtlichen Implikationen internationationaler Haftbefehle in Bezug auf andauernde Konflikte. Sie zeigt dabei die potentiell konträren völkerrechtlichen Verpflichtungen externer Akteure und insb. des ICC und versucht, diese mit dem Strafauftrag in Einklang zu bringen. Zudem werden die Möglichkeiten der Rezeption dieses Normkonfliktes im Rahmen des Rom-Statuts und der UN-Charta analysiert. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Völker(straf)recht
Zeitrahmen:
2008-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-REMEP)

Zweiter Forschungsschwerpunkt:

Komplexe Kriminalität, funktionale Grenzen des Strafrechts und neue Formen der Sozialkontrolle

a) Terrorismus und organisierte Kriminalität

Grenzen des Folterverbots
Projektleitung:
Linus Sonderegger, lic. iur.
Der Kampf gegen den Terror und das Bedürfnis der Gesellschaft nach Sicherheit hat auch vor dem Tabu des Folterverbots nicht Halt gemacht. Die Untersuchung soll die rechtstatsächliche Erscheinungsform der Folter analysieren und erklären, wo in einer rechtsstaatlichen Demokratie die Grenzen der Zwangsanwendung zu Verhörzwecken liegen und ob diese Grenzen in Extremsituationen neu anzupassen sind.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus
Rechtsordnung(en):
Deutschland,
England und Wales, USA;
Völkerrecht
Zeitrahmen:
2008-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Präventiver Freiheitsentzug als Instrument der Terrorismusbekämpfung
Projektleitung:
Dr. Tim Nikolas Müller, LL.M. Eur., M. Jur.
In einer Vielzahl von Rechtsordnungen sind als Reaktion auf die Terroranschläge der jüngeren Vergangenheit die Möglichkeiten einer präventiven Freiheitsentziehung von Terrorverdächtigen (sog. "Gefährdern") erweitert bzw. eingeführt worden. Die Untersuchung analysiert in diesem Zusammenhang die in Deutschland bestehenden Rechtsgrundlagen für eine vorbeugende Freiheitsentziehung und arbeitet die Grenzen heraus, die das Grundgesetz und die Europäische Menschenrechtskonvention einer Entwicklung derartiger Eingriffsgrundlagen auferlegen.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus
Rechtsordnung(en):
Deutschland
Zeitrahmen:
2007-2010
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Freiheitsbeschränkungen für mutmaßliche Terroristen im  Vereinigten Königreich
Projektleitung:
Dr. Susanne Forster, LL.M.
Oberstes Ziel im Kampf gegen Terrorismus ist nicht nur die Sanktionierung bereits verübter Taten, sondern die Verhinderung neuer Anschläge. Die besondere Betonung der Prävention bringt das Strafrecht an seine funktionalen Grenzen. Besonders deutlich wird dies anhand der britischen Anti-Terror-Gesetze, die massive Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auch mit päventiven Mitteln ermöglichen. Die Untersuchung zeigt die durch die EMRK gesteckten Grenzen für entsprechende Eingriffe auf. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus
Rechtsordnung(en):
Vereinigtes Königreich
Zeitrahmen:
2005-2009
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Grenzen des Strafrechts bei der Terrorismusgesetzgebung – Ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und England
Projektleitung:
Sarah Kiesel
Der neue, globale Terrorismus hat in vielen Rechtsordnungen zu einer erheblichen Ausdehnung des Strafrechts in das Vorfeld des eigentlichen Taterfolgs geführt, wodurch sich die Frage nach den rechtsstaatlichen Grenzen des Strafrechts neu stellt. Das Projekt untersucht und vergleicht die in Deutschland und England erörterten Kriterien zur Strafrechtsbegrenzung am Beispiel der Terrorismusgesetzgebung. Damit soll ein Beitrag zur Diskussion über die Auflösung des Konflikts zwischen Freiheit und Sicherheit geleistet werden. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus
Rechtsordnung(en):
Deutschland, England
Zeitrahmen:
2008-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Terrorismusbekämpfung im Spannungsfeld von Sicherheit und Freiheit
in Deutschland und China
Projektleitung:
Zunyou Zhou, LL.M.
Vor dem Hintergrund des globalen Kampfes gegen den Terror hat die Anti-Terror-Gesetzgebung in Deutschland und China eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Sicherheit und Freiheit ausgelöst. Die Untersuchung analysiert die jüngsten Entwicklungen in der deutschen und chinesischen Anti-Terror-Gesetzgebung sowie ihre rechtspraktische Umsetzung. Ziel ist zu klären, ob und inwieweit Deutschland und China ihren Bürgern in diesem Zusammenhang einen ausreichenden Menschenrechtsschutz gewähren.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus
Rechtsordnung(en):
Deutschland, China
Zeitrahmen:
2006-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Cyberterrorismus und Harmonisierung der Strafverfolgung
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Dr. Phillip W. Brunst
Bevorstehende terroristische Angriffe über das Internet wurden häufig mit "Electronic Pearl Harbor" oder "Digital Waterloo" betitelt – tatsächliche Angriffe scheinen hingegen bisher weitgehend ausgeblieben zu sein. Das Projekt untersucht im Auftrag des Europarats sowohl die tatsächlichen Chancen und Möglichkeiten, die das Internet Terroristen bietet, als auch die gegenwärtig bestehenden internationalen rechtlichen Instrumente zur Bekämpfung des Cyberterrorismus. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Terrorismus; Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Europäisches und sonstiges internationales Strafrecht
Zeitrahmen:
2006-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Organisierte Kriminalität im französischen Strafverfahren
Projektleitung:
Dr. Peggy Pfützner, LL.M.
Im Jahr 2004 beschritt der französische Gesetzgeber mit der "Loi Perben II" einen neuen Weg zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität ein. In einem eigenen Verfahren wird die organisierte Kriminalität erstmals anhand eines Straftatenkatalogs definiert und besondere Strafgerichtszuständigkeiten und Ermittlungsmaßnahmen eingeführt. Das Projekt zeigt insbesondere, wie die Bekämpfung der organisierten Kriminalität zur Einführung eines Verfahrens für allgemeine (mittel)schwere Straftaten führte.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Organisierte Kriminalität
Rechtsordnung(en):
Frankreich
Zeitrahmen:
2005-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt

Mitgliedschaft in einer kriminellen "Vereinigung" und "Conspiracy" als Modelle
zur Strafverfolgung von organisierter Kriminalität
Projektleitung:
Dr. Almir Maljević, LL.M.
Die verschiedenen Erscheinungsformen krimineller Kollektive stellen das Strafrecht vor große Herausforderungen. Antworten darauf können in den traditionellen Modellen der Teilnahme an einer Vereinigung und "Conspiracy" gefunden werden. Das Forschungsvorhaben zeigt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Modelle und erklärt, wie diese in internationalen Rechtsfiguren kombiniert und ihre Elemente in die Gesetzgebung von Schwellenländern transferiert worden sind. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
organisierte Kriminalität; Terrorismus
Rechtsordnung(en):
fünf europäische Rechtsordnungen; Europäisches und UN-Strafrecht
Zeitrahmen:
2006-2009
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Strafrecht und Gacaca
Projektleitung:
Nandor Knust
Auf systematische Massengewalt wird mit unterschiedlichen rechtsförmigen Verfahren reagiert, seien sie staatlicher, nicht-staatlicher oder gemischt staatlicher-nicht-staatlicher Natur. Die Forschungsarbeit untersucht daher die Verfahren des UN-Ruanda Strafgerichtshofs, der ruandischen Strafgerichtsbarkeiten und der neo-traditionellen Gacaca Gerichtsbarkeiten im Umgang mit der ruandischen Massengewalt und klärt die Frage nach einem pluralistischen Ansatz zur Verfolgung von Völkerstraftaten.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
organisierte Kriminalität, insbesondere Völkerstraftaten
Rechtsordnung(en):
Völkerstrafrecht; Nationales Strafrecht; Stammesrecht
Zeitrahmen:
2005-2011
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

b) Cybercrime

Extraterritoriale Strafverfolgung von Cybercrime
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Prof. Dr. Bert-Jaap Koops (Universität Tilburg)
Cybercrime ist ein Prototyp der grenzüberschreitenden Kriminalität. Die Reaktionen auf diese Delikte in weltweiten Datennetzen zeigen deswegen besonders deutlich die Versuche der Nationalstaaten, die nationalen Grenzen durch eine extraterritoriale Ausdehnung des Strafrechts zu überwinden. Das Projekt macht die Grenzen eines solchen Ansatzes deutlich: Er ist nur in Einzelbereichen und Einzelfällen erfolgreich, führt jedoch zu keinem allgemeinen Lösungsmodell für die Entwicklung eines transnational wirksamen Strafrechts.
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Zahlreiche Rechtsordnungen weltweit
Zeitrahmen:
2005-2006
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Sperrverfügungen im Internet
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Malaika Nolde, LL.M.
Die Nationalstaaten gehen gegen illegale Inhalte im Internet nicht nur durch eine exterritoriale Ausdehnung ihres Strafrechts vor, sondern auch mit dem Versuch, das Netz gegen illegale Inhalte im Ausland abzuschotten. Das Projekt zeigt, dass derartige "Sperrverfügungen" gegen die Accessprovider auf dem eigenen Hoheitsgebiet einen Zugriff der Bürger auf illegale Inhalte im Internet nur in begrenztem Maße und mit intensiven Freiheitseingriffen (insb. in das Fernmeldegeheimnis) verhindern können. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland
Zeitrahmen:
2006-2008
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Herausforderungen und funktionale Grenzen der Strafverfolgung von Internetkriminalität
Projektleitung:
Jan Spoenle
Das rasante Wachstum der Internetkriminalität wirft die Frage nach der Reaktion der Strafverfolgungsbehörden auf. Die Untersuchung lokalisiert die rechtlichen und rechtstatsächlichen Probleme der Strafverfolgungspraxis. Durch die Analyse von Ermittlungshindernissen sollen Lösungen für eine effektivere Bekämpfung dieser Kriminalität erarbeitet und mit den spezifischen Gefährdungen zentraler Freiheitsrechte der Informations- und Kommunikationsgesellschaft abgewogen werden. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität; Organisierte Kriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland
Zeitrahmen:
2007-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Reichweite und Grenzen der Anonymität im Internet
Projektleitung:
Dr. Phillip W. Brunst
Das Projekt untersucht die rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen für eine anonyme Kommunikation im Internet, ihre Durchsetzbarkeit sowie Optionen der Re-Identifikation. Es betrifft damit gleichermaßen die Forschungsfragen des Instituts nach den funktionalen und den territorialen Grenzen des Strafrechts. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zu der datenschutzrechtlichen Diskussion um das "Recht auf Anonymität". [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland;
europäisches Recht
Zeitrahmen:
2003-2008
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt

Erstellung von Bewegungsprofilen zur Strafverfolgung
Projektleitung:
René M. Kieselmann
Strafverfolgungsbehörden nutzen diverse Überwachungsmöglichkeiten, um Personen zu orten und Bewegungsbilder zu erstellen. Der "gläserne Bürger" wird durch Digitalisierung, Datenspeicherung und Datenverknüpfung zur Realität. Das Projekt analysiert Technik und rechtstatsächliche Befunde. Es werden strafprozessuale Regelungsmöglichkeiten dargestellt, welche die rasante technische Entwicklung erfassen und dabei rechtsstaatliche und verfassungsrechtliche Grundlagen berücksichtigen.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland;
Europäisches Recht
Zeitrahmen:
2005-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Systematische Analyse der Deliktsformen und Risiken der Computerkriminalität
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Dr. Phillip W. Brunst
Aufgrund der Transnationalität von Angriffen über Computer und Datennetze sind die Sicherheit der Informationstechnik sowie die Prävention und Verfolgung von Computer- und Datennetzkriminalität nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die internationale Gemeinschaft von großer Bedeutung. Den neuen Herausforderungen können sich Normgeber und -anwender jedoch nur erfolgreich stellen, wenn sie die Bedrohungslage und deren Risiken kennen. Hierzu erfolgt eine explorative Studie. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
keine (empirische Studie)
Status:
ruhend
Kategorie:
Institutsprojekt

Strafrechtliche Verantwortlichkeit für Hyperlinks im Internet
Projektleitung:
Frank Michael Höfinger
Im Worldwide Web kann ein Informationsanbieter Verknüpfungen (Hyperlinks) zu jeder anderen Information weltweit herstellen, auch zu strafbaren Inhalten. Das Projekt untersucht die dadurch aufgeworfenen Fragen aus dem allgemeinen und dem besonderen Teil des Strafrechts, und dabei vor allem, wann die Verlinkung strafbarer Inhalte straflos bleibt. Hiervon sind auch die territorialen und die funktionalen Grenzen des Strafrechts im Hinblick auf die Meinungsfreiheit betroffen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland
Zeitrahmen:
2005-
Status:
ruhend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Betrug bei Online-Auktionen
Projektleitung:
Andreas Dingler
Der Wandel von herkömmlichen Auktionen zu Online Auktionen zeigt prototypisch die Veränderungen von klassischen Deliktsformen unter den Bedingungen der globalen Vernetzung. Das Dissertationsprojekt analysiert die neu entstandene Kriminalität und die - insbesondere in der Anonymität des Internet liegenden - Gründe von Risikoveränderungen und Risikosteigerungen. Die Arbeit macht weiter deutlich, dass die neuen Deliktsformen im Wesentlichen von dem klassischen Betrugsstrafrecht erfasst werden. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Compupterkriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland
Zeitrahmen:
2003-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt

Reform des Computerstrafrechts in Deutschland
Projektleitung:
Nadine Gröseling; Frank Michael Höfinger
Der strafrechtliche Schutz von Computerdaten und Computersystemen wurde im Jahr 2007 durch das
41. StrÄndG umfassend umgestaltet. Das Projekt untersucht die dogmatischen und praktischen Implikationen der Reform. Es zeigt auf, wo die erklärten Ziele des Änderungsgesetzgebers nicht erreicht wurden, neue Formen komplexer Computerkriminalität sachgerecht zu erfassen und die einschlägigen Vorgaben des Europarats und der EU umzusetzen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland;
Europäisches Recht
Zeitrahmen:
2007-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Computerkriminalität im Rechtsvergleich
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber
Das Projekt untersucht rechtsvergleichend die gegenwärtig geltenden Regelungen zum Computerstrafrecht. Hierdurch sollen der aktuelle Stand der internationalen und nationalen Gesetzgebung zur Bekämpfung von Computerkriminalität ermittelt, "best practices"- und alternative Bekämpfungsstrategien untersucht sowie Fragen der Rechtsharmonisierung geklärt werden. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität
Rechtsordnung(en):
Verschiedene nationale Rechtsordnungen; Europäisches Recht; sonstiges internationales Strafrecht
Zeitrahmen:
2009-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Gemeinschaftsprojekt

c) Wirtschaftskriminalität

Inpflichtnahme der Privatwirtschaft zur Strafverfolgungsvorsorge
Projektleitung:
Malaika Nolde, LL.M.
Weit im Vorfeld eines Anfangsverdachts konkreter Straftaten trifft der Staat inzwischen Maßnahmen der Strafverfolgungsvorsorge durch Datenerhebung und -verarbeitung. Dabei stößt er jedoch an die Grenzen eigener Ressourcen. Seit Beginn der 90er Jahre findet daher ein "Outsourcing" der Strafverfolgungsvorsorge durch die Inpflichtnahme der Privatwirtschaft statt. Das Projekt überprüft diese Entwicklung unter Einbeziehung staatstheoretischer und individualrechtlicher Aspekte.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Computerkriminalität; Wirtschaftskriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland
Zeitrahmen:
2005-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Die Sanktionierung von Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung von Compliance-Maßnahmen
Projektleitung:
Dr. Marc Engelhart
Fälle wie der Bestechungsskandal bei Siemens werfen die Frage nach einer Sanktionierung von Unternehmen und der Notwendigkeit von unternehmensinternen Maßnahmen zur Vermeidung von Kriminalität auf. Die Untersuchung analysiert das deutsche und US-amerikanische Unternehmenssanktionsrecht unter besonderer Berücksichtigung von neuen Formen der „regulierten Selbstregulierung" (insbesondere sogenannte Compliance-Maßnahmen). Dabei werden Ansatzpunkte für eine Reform des deutschen Unternehmenssanktionsrechts entwickelt.  [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Wirtschaftskriminalität
Rechtsordnung(en):
Deutschland, USA
Zeitrahmen:
2005-2009
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

Urheberstrafrecht und seine funktionalen Alternativen beim Schutz digitaler Werke in Deutschland, Italien und England
Projektleitung:
Dr. Chiara Santangelo
Vor dem Hintergrund der globalen Verbreitung von Produkt- und Dienstleistungspiraterie in der Informationsgesellschaft wird die Frage untersucht, ob angesichts der neuen und komplexen Problemstellungen nicht auch flexiblere rechtliche Instrumente erforderlich sind, um den Schutz digitaler Güter weiterhin gewährleisten zu können. Analysiert wird, welche rechtlichen und außerrechtlichen Maßnahmen, die den Schutz und die Durchsetzung des Urheberrechts stärken, neben dem Urheberstrafrecht verfügbar sind.
[mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts;
Strafrechtsvergleichung
Deliktsbereich(e):
Wirtschaftskriminalität; Computerkriminalität, Urheberstrafrecht
Rechtsordnung(en):
Europäisches Recht, Deutschland, Italien, England
Zeitrahmen:
2007-2010
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt
(IMPRS-CC)

d) Grundfragen der Life Sciences und der Medizin

Möglichkeiten und Grenzen des Strafrechts gegen Arzneimittelfälschungen
Projektleitung:
Priv.-Doz. Dr. Hans-Georg Koch
Gefälschte Arzneimittel bedrohen Leben und Gesundheit ihrer Anwender. Sie sind damit weit mehr als nur Produktpiraterie gegenüber Originalherstellern. Das rechtsvergleichende Projekt erforscht, mit welchen Mitteln in unterschiedlicher Weise betroffene Länder den Arzneimittelsektor vor gefälschten Produkten schützen und wie sie einschlägige Straftaten der zunehmend international agierenden Täter bekämpfen. Dabei stellen sich Fragen nach den territorialen und den funktionalen Grenzen des Strafrechts. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Medizin- und Biostraftaten; Wirtschaftskriminalität
Rechtsordnung(en):
zwölf Rechtsordnungen weltweit
Zeitrahmen:
2006-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Der Status des extrakorporalen Embryos
Projektleitung:
Prof. Dr. Albin Eser, M.C.J.; Priv.-Doz. Dr. Hans-Georg Koch
Das interdisziplinäre Verbundprojekt untersucht rechtsvergleichend, welches Maß an (straf-)rechtlichem Schutz Rechtsordnungen mit unterschiedlichem soziokulturellem Hintergrund den In-vitro-Embryonen gewähren bzw. welche (kontrollierten?) Freiräume sie der fortpflanzungsmedizinischen Praxis und der embryobasierten Forschung einräumen. Es werden Möglichkeiten und Grenzen internationaler Konsensfindung aufgezeigt und Ansätze zum legislativen Umgang mit verbleibenden Divergenzen entwickelt. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts; Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Medizin- und Biostraftaten
Rechtsordnung(en):
Zahlreiche Rechtsordnungen weltweit
Zeitrahmen:
2002-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

e) Übergreifende Fragen

Retaliation-Mediation-Punishment (Vergeltung-Mediation-Bestrafung)
Projektleitung:
Jan-Michael Simon; Dr. Pablo Galain Palermo
Untersucht werden die Grenzen des Strafrechts, hinsichtlich seiner identitätsstiftenden Funktion und seiner Steuerungsfähigkeit von Gesellschaft. Feststellungen zur Funktion von Strafe im Allgemeinen sind bereits bei Emile Durkheim zu finden. Mit Blick auf die Rolle staatlichen Strafrechts fehlte es jedoch an Untersuchungen. Vor allem auch angesichts einer zusammenrückenden Welt, in der unterschiedliche Kulturen in einem staatlichen Raum zusammentreffen, ist diese Forschungslücke zu schließen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts

Deliktsbereich(e):
Organisierte Kriminalität; Terrorismus; Konflikte wegen Migration und
ethnischer Herkunft

Rechtsordnung(en):
Lateinamerikanische Rechtsordnungen
Zeitrahmen:
2006-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Strafrecht in Reaktion auf Systemunrecht
Projektleitung:
Prof. Dr. Albin Eser; Prof. Dr. Ulrich Sieber; Prof. Dr. Jörg Arnold (Projektkoordinator)
Das Projekt erforscht Funktion und Grenzen des Strafrechts bei der Ablösung vordemokratischer politischer Systeme und der Verarbeitung von Systemunrecht des alten Sytems in Transitions- bzw. Transformationsgesellschaften. Im Ergebnis lässt sich kein „Königsweg" des strafrechtlichen Umgangs mit der Vergangenheit nach politischen Systemwechseln erkennen. Der einzelne Weg des Transitionsstrafrechts hängt von der länderspezifischen Vergangenheitspolitik in ihrem konkreten historischen Kontext ab. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Schwere Menschenrechtsverletzungen (Staatskriminalität)
Rechtsordnung(en):
23 Länder weltweit; Völker(straf)recht; sonstiges internat. Strafrecht
Zeitrahmen:
1996-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Freiheitsentziehende Maßnahmen gegen gefährliche, strafrechtlich verantwortliche (Rückfall-)Täter im internationalen Vergleich
Projektleitung:
PD Dr. Hans-Georg Koch
Straftäter, von denen mit großer Wahrscheinlichkeit die Gefahr ausgeht, dass sie nach Verbüßung ihrer Strafe erneut erheblich straffällig werden, gelten als besonderes Sicherheitsrisiko, vor dem die Allgemeinheit geschützt sein will. In einem rechtsvergleichenden Projekt wird anhand von ca. 15 Rechtsordnungen untersucht, welcher Täterkreis aus welchen Anlässen und unter welchen weiteren rechtlichen Voraussetzungen mit welchen besonderen, namentlich freiheitsentziehenden Rechtsfolgen belegt werden kann. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Sanktionensystem
Rechtsordnung(en):
13 europäische Länder, USA (2 Staaten)
Zeitrahmen:
2008-2011
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Grenzen des Rechtsgüterschutzes
Projektleitung:
Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht; Prof. Dr. Ulrich Sieber; Dr. Konstanze Jarvers
Das Forschungsprojekt untersucht kriminologische und strafrechtliche Aspekte einvernehmlicher sexueller Handlungen zwischen erwachsenen Verwandten. Im rechtsvergleichenden Teil sind die Rechtsordnungen von 22 Ländern einbezogen, die teils in unterschiedlicher Ausgestaltung
eine Inzeststrafbarkeit vorsehen, teils aber auch ohne eine solche auskommen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Straftaten gegen die Familie/Moral-
und Sexualstrafrecht
Rechtsordnung(en):
22 Rechtsordnungen weltweit
Zeitrahmen:
2007-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Massen- und Kleinkriminalität vor dem italienischen Friedensrichter
Projektleitung:
Dr. Konstanze Jarvers
Zur Bewältigung der Klein- und Massenkriminalität wurden in Italien einige dieser Straftaten in die Zuständigkeit der Friedensgerichte gegeben. Hiermit soll ein alternatives Justizsystem erprobt werden, das durch Milde und Effektivität geprägt ist und zudem das Opfer stärker am Verfahren beteiligt. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die italienische Reform trotz einiger Schwächen im Detail positiv zu bewerten ist und viele Ansatzpunkte für eigene Reformüberlegungen bietet. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Massen- und Kleinkriminalität
Rechtsordnung(en):
Italien
Zeitrahmen:
2004-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Promotionsprojekt

Die Rolle der Ehre im Strafrecht
Projektleitung:
Dr. Silvia Tellenbach
In Zeiten fortschreitender Globalisierung treffen zunehmend Menschen mit unterschiedlichen Ehrvorstellungen zusammen. Daher untersucht das Projekt anhand von 14 Berichten aus ausgewählten Ländern die Bedeutung der Ehre in verschiedenen Aspekten des Strafrechts. Ein Querschnittsbericht zieht ein Fazit. Dabei zeigt sich z. B., dass es deutliche Unterschiede im System der Ehrverletzungstatbestände gibt oder dass Strafmilderungen für Ehrenmorde nur in wenigen Ländern gewährt werden. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Straftaten gegen die Ehre
Rechtsordnung(en):
Verschiedene Rechtsordnungen weltweit
Zeitrahmen:
1998-2007
Status:
abgeschlossen
Kategorie:
Institutsprojekt

Dritter Forschungsschwerpunkt:

Methodenfragen der Strafrechtsvergleichung und internationale Strafrechtsdogmatik

Internationales Max-Planck-Informationssystem für Strafrechtsvergleichung
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Dr. Konstanze Jarvers; Emily Silverman, J.D. (Berkeley Law), LL.M.; Dr. Susanne Forster; Dr. Karin Cornils
Das Pilotprojekt analysierte die Methoden der Strafrechtsvergleichung und der Entwicklung einer universalen Strafrechtsdogmatik. Aufgrund einer detaillierten Gliederung werden 24 Landesberichte zum Allgemeinen Teil des Strafrechts erstellt und vergleichend analysiert. Der dabei entstehende hochstrukturierte Datenbestand dient auch der Entwicklung eines computerbasierten Informationssystems. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Strafrechtsvergleichung
Deliktsbereich(e):
kein spezifischer Deliktsbereich
(Strafrecht Allgemeiner Teil)
Rechtsordnung(en):
24 Rechtsordnungen weltweit
Zeitrahmen:
2004-2013
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Strafrechtlicher Strukturvergleich
Projektleitung:
Prof. Dr. Albin Eser, M.C.J.; Prof. Dr. Walter Perron (Universität Freiburg)
In dem Projekt werden verschiedene Rechtsordnungen des materiellen Strafrechts im Hinblick auf Übereinstimmungen und Abweichungen unter besonderer Berücksichtigung des spezifischen Zusammenspiels von normativer Regelung und praktischer Anwendung erforscht. Zunächst wurden zu dem Thema des Haustyrannenmordes Fallgruppen gebildet, die daraufhin zu untersuchen waren, nach welchen Kategorien sie erfasst werden und wie sie in der Praxis das Strafverfolgungssystem durchlaufen. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Funktionale Grenzen des Strafrechts; Strafrechtsvergleichung
Deliktsbereich(e):
Tötungsdelikte
Rechtsordnung(en):
acht europäische Rechtsordnungen
Zeitrahmen:
1995-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Grundwerte des westlichen und des islamischen Strafrechts
Projektleitung:
Mohammad Sadr Touhid-Khaneh LL.M.
Die Arbeit ermittelt und vergleicht mit einer grundwerteorientierten Strafrechtsvergleichung zwischen dem deutschen und dem iranischen Strafrechtssystem die grundlegenden Axiome, Wertmaßstäbe und Techniken, die das westliche und das islamische Strafrecht unterscheiden. Die Forschung soll Verständnis und Toleranz als Vorbedingungen der notwendigen "Kommunikation" zwischen beiden Rechtsystemen über ihre grundlegenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede vermitteln. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Strafrechtsvergleichung
Deliktsbereich(e):
übergreifend
Rechtsordnung(en):
Deutschland und Iran
Zeitrahmen:
2008-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Promotionsprojekt

Strafbare Mitwirkung von Führungspersonen in Straftätergruppen und Netzwerken
Projektleitung:
Prof. Dr. Ulrich Sieber; Jan-Michael Simon; Dr. Pablo Galain Palermo
Untersuchungsziel ist es, herauszufinden, ob ein lateinamerikanisches Täterschafts- und Teilnahmemodell existiert, um so eine der Grundlagen für ein lateinamerikanisches Modellstrafgesetzbuch zu schaffen, was bereits in den 1970er und 1980er Jahren versucht wurde. Zu diesem Zweck werden repräsentativ neun Länder aus der Region rechtsvergleichend untersucht. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Territoriale Grenzen des Strafrechts
Deliktsbereich(e):
Organisierte Kriminalität
Conspiracy, Strafrahmen,
Absichtmerkmaldelikte,
Sonderdelikte, Beteiligung
an Völkerstraftaten

Rechtsordnung(en):
Argentinien, Brasilien, Costa Rica
Chile, Kolumbien, Mexico, Peru, Uruguay, Venezuela

Zeitrahmen:
2006-2011
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

Übersetzung ausländischer Strafgesetzbücher mit Einführungen
Projektleitung:
Dr. Barbara Huber
Das Projekt bezweckt die Übersetzung ausländischer Gesetzestexte ins Deutsche. Wissenschaft und Praxis soll hierdurch ein verständlicher Text von Gesetzen in weniger verbreiteten Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Durch die sachkundigen Einführungen zu den Gesetzbüchern wird der Zugang zu der ausländischen Rechtsordnung erleichtert. [mehr]
Forschungsschwerpunkt(e):
Deliktsbereich(e):
Rechtsordnung(en):
Zeitrahmen:
Status:
laufend
Kategorie:
Institutsprojekt

  • Geändert am: 03.02.2012
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