Hannes Meyer-Wieck
Der Große Lauschangriff
Eine empirische Untersuchung zu Anwendung und Folgen des § 100c Abs. 1 Nr. 3 StPO
346 Seiten; Berlin, 2005.
Dieses Buch ist erschienen in der Reihe Kriminologische Forschungsberichte, herausgegeben von Hans-Jörg Albrecht und Günther Kaiser.
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ISBN: 978-3-86113-071-0 (Max-Planck-Institut)Preis: 31 EUR / 48 sFr
Die im Jahre 1998 erfolgte Einführung der akustischen Wohnraumüberwachung zu Strafverfolgungszwecken – bekannt unter dem Stichwort „Großer Lauschangriff“ – gehört zu den umstrittensten kriminalpolitischen Themen der letzten Jahre in Deutschland. Es handelt sich um eine Problematik, der auch in verfassungsrechtlicher Hinsicht besondere Relevanz zukommt.
Die vorliegende Untersuchung – erstellt im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz – liefert die erste rechtstatsächliche Bestandsaufnahme des praktischen Einsatzes dieses Ermittlungsinstrumentes. Sie beruht auf einer Aktenanalyse sämtlicher Strafverfahren, in denen 1998 bis 2001 eine Maßnahme nach § 100c Abs. 1 Nr. 3 StPO beantragt wurde und stützt sich ergänzend auf Expertengespräche mit Richtern, Staatsanwälten und Polizeibeamten.
Implementations- und Evaluationsfragestellungen werden so aus einer empirischen Perspektive aufgegriffen und damit einer fundierten wissenschaftlichen Betrachtung sowie einer auch die Belange der Praxis berücksichtigenden Beurteilung zugänglich gemacht.