Stefanie Tränkle
Im Schatten des Strafrechts
Eine Untersuchung der Mediation in Strafsachen am Beispiel des deutschen Täter-Opfer-Ausgleichs und der französischen médiation pénale auf der Grundlage von Interaktions- und Kontextanalysen
392 Seiten; Berlin, 2007.
Dieses Buch ist erschienen in der Reihe Kriminologische Forschungsberichte, herausgegeben von Hans-Jörg Albrecht und Günther Kaiser.
Bestelldaten:
ISBN: 978-3-86113-084-0 (Max-Planck-Institut)Preis: 35 EUR / 57 sFr
Mediation in Strafsachen als eine Ausprägungsform der "Restorative Justice" stellt den Versuch dar, einen alternativen, „dritten“ Weg zu gehen zwischen Verfahrenseinstellung und Strafverfolgung, bleibt aber gleichwohl eingebunden in strafrechtliche Strukturen und damit der Dominanz des Rechts unterworfen. So muss sie sich mit dem juristischen Rahmen arrangieren und versuchen, dennoch die ihr eigene Verfahrenslogik zu entfalten. Ausgehend von dieser paradoxen Art und Weise der Institutionalisierung wird die Frage aufgeworfen, wie es um die Realisierungschancen der Mediationsidee unter den Bedingungen eines Strafverfahrens bestellt ist. Dazu werden zwei Institutionalisierungsvarianten empirisch untersucht, der deutsche Täter-Opfer-Ausgleich und die französische "médiation en matière pénale". Auf der Basis authentischer Mitschnitte von deutschen und französischen Gesprächen zwischen Tätern, Opfern und Mediatoren liefern Interaktionsanalysen Erkenntnisse darüber, wie die Akteure unter diesen spezifischen Bedingungen mit der Handlungsaufgabe "Mediation" umgehen.