Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht


Im Fokus

Jihadi Violence

Tauschwitz, M.: Dopingverfolgung durch Strafrecht: Vor- und Nachteile am Beispiel der Erfahrungen in Spanien.

Eine Studie über die Medienauftritte der al-Qaida



Die Studie untersucht die ideologischen Ursprünge religiös motivierter Gewalt anhand der Medien von al-Qaida. Durch die systematische Auswertung von Bekennerschreiben und Videobotschaften dschihadistischer Bewegungen liefert sie überraschende und bis dato unbekannte Einblicke in die Weltanschauung fundamentalistischer Bewegungen, sowie deren Vorstellungen darüber, welche Ziele sich durch das Mittel religiös motivierter Gewalt überhaupt verwirklichen lassen. Die Ergebnisse zeigen, wie eng religiöser Fanatismus und politisches Kalkül in der Ideologie von al-Qaida verbunden sind. Beide Dimensionen, die theologische und die strategische, leiten die militärischen Handlungen des Dschihadismus in bewaffneten Konflikten vor Ort, wie die Auswertung von fast 200 Bekennerschreiben dschihadistischer Gruppen im Irak zeigt. In der Ideologie von al-Qaida verschmelzen theologische und politische Argumente zu einer kohärenten Medienstrategie. Theologische Argumente werden durch Bezüge zu Koran und Sunna untermauert, während politische Argumente häufig in Form von quasi-journalistischen Fakten präsentiert werden. Die dschihadistische Propaganda informiert ihre Adressaten darüber, wie der Islam gegen seine drei wahrgenommenen Bedrohungen verteidigt werden kann: dem globalen Konflikt mit dem Westen, der Herrschaft durch arabische Apostaten, und der Proliferation säkularer Regierungsformen.


Dr. Andreas Armborst erhielt für seine Dissertation "Jihadi Violence – A study of al-Qaeda's media" die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft.



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Publikation


Aktuelle Publikation

Sexuelle Gewalt und Sozialtherapie
Bisherige Daten und Analysen zur Längsschnittstudie "Sexualstraftäter in den sozialtherapeutischen Abteilungen des Freistaates Sachsen"

Gunda Wößner, Roland Hefendehl, Hans-Jörg Albrecht (Hrsg.);
274 Seiten, Berlin 2013.


1998 hat der Gesetzgeber Sexualverbrecher und Sozialtherapie in einer „Zwangsehe“ zusammengeführt, um auch hierüber zu beweisen, dass man im Kampf gegen diese Täterklientel nichts unversucht lasse. Der Sammelband gibt einen Zwischenbericht eines langjährigen Forschungsprojekts „Sexualstraftäter in den sozialtherapeutischen Abteilungen des Freistaates Sachsen“, das von Beginn der gesetzlichen Neuregelung an diese Konstellation begleitet hat. Die sozialtherapeutischen Behandlungskonzepte bei Sexual-, aber auch vergleichend bei (sonstigen) Gewaltdelikten werden ebenso dargestellt wie bislang erzielte empirische Ergebnisse. Die Klientel jugendlicher Strafgefangener und die Zeit nach der Haft sind in das Untersuchungsdesign einbezogen. Über diese Erkenntnisse wird zugleich ein Beitrag zu den kriminologischen Theorien zur Rückfalldelinquenz und deren Prognose geleistet und das Spannungsverhältnis von Kriminologie und Kriminalpolitik kritisch beleuchtet.


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  • Geändert am: 07.07.2014
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