Dr. Barbara Huber
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsschwerpunkte:
Schwerpunkt der Forschung von Barbara Huber waren stets die Referatsländer des common law, über deren Entwicklungen in Strafrecht und Kriminalpolitik im Rahmen der grossen Institutsprojekte zur Untersuchungshaft, Wiederaufnahme im Strafverfahren, Geld- und Freiheitsstrafe, Staatsanwaltschaft, Schwangerschaftsabbruch, organisierte Kriminalität, Beweisaufnahme im Ausland, Korruption u.a. berichtet wurde. Zeitweilig wurde das Strafrecht Afrikas 1975/80 ein Schwerpunkt: Gegenstand eines mehrjährigen Projekts war das Tötungsstrafrecht Nigerias, in dem neben den nationalen Regelungen und der Praxis auch rechtsethnologische Fragestellungen aufgegriffen wurden. Über die im europäischen Rechtsordnungen stattfindenden Strafrechtsreformen unterrichtete das von ihr geleitete Projekt Strafrechtsentwicklung in Europa. Schließlich wandte sie sich in den neunziger Jahren dem europäischen Strafrecht und dem Thema Korruption zu. Obwohl im Zentrum der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit und Beziehungen immer England stand, schlossen die durch Vortragsreisen aufgebauten wissenschaftlichen Beziehungen auch Japan, Korea, Polen, Schweden, Bulgarien, Tschechien, Estland, Slovenien, Argentinien, Spanien und Italien ein.
Wissenschaftlicher Werdegang:
Barbara Huber wurde am 28. November 1935 in Stettin geboren. Von 1955 bis 1959 studierte sie Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg, München und Berlin. 1961 wurde sie von der juristischen Fakultät der Universität Freiburg mit einer rechtsvergleichenden Arbeit zur Strafbarkeit des Versuchs im deutschen und anglo-amerikanischen Strafrecht promoviert. Von 1962 bis 2000 war sie Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg i.Br. für die Länder Vereinigtes Königreich, Irland, anglophones Afrika, Südafrika, Kanada, Australien, Neuseeland und Indien. Zu längeren Forschungsarbeiten hielt sie sich 1979 am Institute of Criminology in Cambridge und 1991 am British Institute of Comparative Law in London auf. Seit 2001 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut weiterhin verantwortlich für die Redaktion des Auslandsteils der Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft und der Sammlung ausländischer Strafgesetzbücher in deutscher Übersetzung.
Mitgliedschaften:
Barbara Huber ist seit 1990 Mitglied des Arbeitskreises deutscher, schweizerischer und österreichischer Strafrechtslehrer. Von 2000 bis 2008 gehörte sie dem Arbeitskreis Strafprozessrecht und Polizeirecht bei dem Mannheimer Institut für deutsches und europäisches Strafprozessrecht und Polizeirecht an.
Projekte:
Strafrechtsentwicklung in Europa (Projektleitung)
Strafverfahrensrecht in Europa | Criminal Procedure in Europa (Projektleitung gemeinsam mit Richard K. Vogler)
Übersetzungen ausländischer Strafgesetzbücher mit Einführungen (Projektleitung)
Private Commercial Bribery Laws in Major OECD Country Groups (Projektleitung gemeinsam mit Günter Heine)
Rechtliche Initiativen gegen Organisierte Kriminalität (Projektleitung gemeinsam mit Walter Gropp)
Tötungsdelikte in Nigeria (Projektleitung)
Publikationen (Auswahl):
- Huber, Barbara: Por fin socialmente aceptable? Acuerdos procesales en Alemania. In: Albrecht, H.-J. / Sieber, U. / Simon, J.-M. / Schwarz, F. (Hrsg.): Criminalidad, evolución del Derecho penal y crítica al Derecho penal en la actualidad - Die Gegenwart der Kriminalität, der Strafrechtsentwicklung und Strafrechtskritik. Buenos Aires, Editores del Puerto, 2009, S. 115 - 129.
- Huber, Barbara: Trafficking in human beings. In: Joubert, J. J. (Hrsg.): Essays in Honour of C.R. Snyman. Pretoria, University of South Africa, 2008, S. 169 - 180.
- Huber, Barbara / Richard Vogler (Hrsg.): Criminal Procedure in Europe. Berlin, Duncker & Humblot, 656 S., 2008.
- Huber, Barbara / Hideo Nakamura: Die japanische ZPO in deutscher Sprache. Köln, Heymanns, 266 S., 2006.
- Huber, Barbara: Cuestiones del derecho penal europeo. Madrid, Dykinson, 105 S., 2005.
- Huber, Barbara / Günter Heine / Tom Rose (Hrsg.): Private Commercial Bribery - A Comparison of National and Supranational Legal Structures. Freiburg/Paris, edition iuscrim/Intern. Chamber of Commerce, 658 S., 2003.
- Huber, Barbara (Hrsg.): Combating Corruption in the European Union/Korruptionsbekämpfung in der Europäischen Union/La lutte contre la corruption dans L'Union européene. Köln, Bundesanzeiger, 265 S., 2002.
- Huber, Barbara / Walter Gropp (Hrsg.): Rechtliche Initiativen gegen organisierte Kriminalität. Freiburg, edition iuscrim, 999 S., 2001.
- Huber, Barbara (Hrsg.): Das Corpus Iuris als Grundlage eines europäischen Strafrechts. Freiburg, edition iuscrim, 368 S., 2000.
- Huber, Barbara: Criminal Procedure in Germany. In: Richard Vogler / Barbara Huber (Hrsg.): Criminal Procedure in Europe. Berlin, Duncker & Humblot, 2008, S. 269 - 371.
- Huber, Barbara: Die Vorbereitung des Wiederaufnahmeverfahrens in England - ein Beispiel für ausgelagerte Justizaufgaben. In: H. Müller- Dietz / et al. (Hrsg.): Festschrift für Heike Jung. Baden-Baden, Nomos, 2007, S. 331 - 344.
- Huber, Barbara: Statutory Interpretation: Sobre la Interpretación de las Leyes Inglesas. In: J.L. Barja de Quirogas / J.M. Zugaldía Espinar (Hrsg.): Dogmática y Ley Penal - Libro Homenage a Enrique Bacigalupo. Madrid, Marcel Pons, 2004, S. 329 - 344.
Weitere Informationen:
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Publikationsverzeichnis
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English-Language Literature on German Criminal Law
This document, which encompasses English-language publications on German criminal law dating back to 1995, is a continuation of the bibliography begun by Dr. Barbara Huber.