Daniela Hunold, Dipl. Geogr., Dipl. Krim.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsschwerpunkte:
Daniela Hunold arbeitet im deutsch-französischen Kooperationsprojekt Polizei und Jugendliche in multi-ethnischen Gesellschaften (POLIS) und fertigt in diesem Rahmen ihre Dissertation an. Das Projekt ist Teil des Forschungsschwerpunktes „Kriminalität, sozialer Kontext und sozialer Wandel“ der Kriminologischen Abteilung des Max-Planck-Institutes für ausländisches und internationales Strafrecht. Ziel des Projektes ist es, die Bedeutung von Interaktionen und wechselseitigen Wahrnehmungen zwischen Polizei und Jugendlichen (mit Migrationshintergrund) sowie Art und Ausmaß des Auftretens der Polizei in sozial und räumlich benachteiligten Stadtteilen bei der Entstehung kollektiver Jugendgewalt zu untersuchen.
Wissenschaftlicher Werdegang:
Daniela Hunold wurde 1975 in Löningen (Niedersachsen) geboren. Nach dem Abitur 1995 studierte sie an der Universität Osnabrück Geographie mit den Schwerpunkten Stadtsoziologie und Kriminalgeografie. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit möglichen Zusammenhängen zwischen dem Phänomen Kriminalitätsfurcht und sozialen Bedingungen in ethnisch diversen und sozial benachteiligten Stadtvierteln. 2002 beendete sie damit ihr Studium als Diplom Geografin. Nach ihrer Mitarbeit in einem Projekt zur Kriminologischen Regionalanalyse Osnabrück des Fachbereichs Geografie an der Universität Osnabrück nahm sie 2004 ihr Aufbaustudium der Kriminologie an der Universität Hamburg auf. Polizeiwissenschaftliche Themen bildeten in diesem Rahmen ihren Studienschwerpunkt. Während des Studiums der Kriminologie führte Daniela Hunold im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ Studien zu den Themen Kriminalität, Kriminalitätsfurcht und Exklusionsmechanismen auf Stadtteilebene durch. Ab 2006 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Migranten in Organisationen von Recht und Sicherheit (MORS)“ am Institut für Sicherheits- und Präventionsforschung in Hamburg. Ziel dieses Projektes war es, mögliche Chancen und Hürden der inneren Diversifizierung sowie Anforderungen von Polizeiarbeit in der Einwanderungsgesellschaft aus organisationstheoretischer Perspektive zu untersuchen. In diesem Rahmen fertigte sie ihre Qualifikationsarbeit zum Thema Integration von Migranten in deutschen Polizeiorganisationen an und schloss ihr Studium 2007 als Diplom Kriminologin ab. Seit September 2009 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht beschäftigt und fertigt ihre Dissertation zum Verhältnis von Polizei und Jugendlichen in multi-ethnischen Gesellschaften an.
Publikationen (Auswahl):
- Hunold, Daniela / Klimke, Daniela/Behr, Rafael/Lautmann, Rüdiger: Fremde als Ordnungshüter? Die Polizei in der Zuwanderungsgesellschaft Deutschland. Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2010.
- Hunold, Daniela: Demographischer Wandel und interkulturelle Öffnung der Polizei. In: Bernhard Frevel / Rüdiger Bredthauer (Hrsg.): Demographischer Wandel und Polizei. Frankfurt a.M., Verlag für Polizeiwissenschaften, 2010.
- Hunold, Daniela: Polizeiarbeit im Einwanderungsland Deutschland. Homogenität und Diversität im deutschen Polizeialltag. In: Rafael Behr / Thomas Ohlemacher (Hrsg.): Offene Grenzen - Polizieren in der Sicherheitsarchitektur einer post-territorialen Welt. Frankfurt a.M., Verlag für Polizeiwissenschaften, 2009, S. 27 - 43.
- Hunold, Daniela: Migranten in der Polizei. Zwischen politischer Programmatik und Organisationswirklichkeit. Frankfurt a.M., Verlag für Polizeiwissenschaften, 130 S., 2008.
- Hunold, Daniela / Rafael Behr: Fremde in den eigenen Reihen. Migranten im Polizeidienst und die Auswirkungen auf Polizeikultur und Cop Culture - Bericht aus einem laufenden Forschungsprozess. In: Thomas Ohlemacher / Anja Mensching / Jochen-Thomas Werner (Hrsg.): Polizei im Wandel? Organisationskultur(en) und Reform. Frankfurt a.M., Verlag für Polizeiwissenschaften, 2007, S. 21 - 50.
- Hunold, Daniela: Subjektive Sicherheit und Etablierten-Außenseiter-Beziehungen in heterogen strukturierten Stadtvierteln. In: Georg Glasze / Robert Pütz / Manfred Rolfes (Hrsg.): Diskurs - Stadt - Kriminalität. Städtische Unsicherheiten aus der Perspektive der Stadtforschung und kritischer Kriminalgeografie. Bielefeld, transcript, 2005, S. 285 - 320.
- Hunold, Daniela: Subjektive Sicherheit und Etablierten-Außenseiter-Beziehungen in heterogen strukturierten Stadtvierteln, in: Georg Glasze, Robert Pütz, Manfred Rolfes (Hg.), Diskurs – Stadt – Kriminalität. Städtische (Un-)Sicherheiten aus der Perspektive der Stadtforschung und kritischer Kriminalgeografie, Bielefeld 2005: transcript Verlag, S.285-320.