Dipl.-Soz. Franziska Kunz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsschwerpunkte:
- Alterskriminalität
- Kriminologische Theorien/ soziologische Handlungstheorien
- Moral und soziale Normen im gesellschaftlichen Wandel
- Methoden der empirischen Sozialforschung/ kriminologische Forschungsmethoden
Wissenschaftlicher Werdegang:
Franziska Kunz studierte an der Technischen Universität Dresden Soziologie (Wahlpflichtfächer: Psychologie, Kommunikationswissenschaft). Während des Studiums absolvierte sie u.a. ein dreimonatiges Praktikum im Verein für Soziale Rechtspflege (VSR) Dresden e.V., wo sie in der Konfliktschlichtungsstelle für Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) mitarbeitete. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit führte Franziska Kunz dann eine empirische Studie zur Zufriedenheit der Konfliktbeteiligten mit dem TOA im Jugendbereich in drei sächsischen Schlichtungsstellen durch. Nach Beendigung des Studiums war sie im Projekt "Gerichtsnahe Mediation in Sachsen" am Lehrstuhl für Mikrosoziologie der TU Dresden beschäftigt. Im Zeitraum Ende 2007 bis Anfang 2013 promovierte Franziska Kunz im Rahmen der MaxNetAging Research School mit einer empirischen Arbeit zur Alterskriminalität (1. Teilstudie im Projekt Ältere Menschen und Kriminalität). Die Einführungsphase der Research School, die am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock stattfand, endete im August 2008. Seitdem arbeitet Franziska Kunz am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i. Br.. Zur Zeit beschäftigt sie sich mit dem Thema "Moral und (Un-)Rechtsempfinden im sozialen Wandel" und bereitet die hierzu durchgeführte empirische Untersuchung für die Veröffentlichung vor (2. Teilstudie im Projekt Ältere Menschen und Kriminalität).
Mitgliedschaften:
- Deutsche Gesellschaft für Soziologie
Publikationen (Auswahl):
- Kunz, Franziska: Kriminalität älterer Menschen. Beschreibung und Erklärung auf der Basis von Selbstberichtsdaten. Berlin, Duncker & Humblot, 2013 (im Erscheinen). Zusätzl.: Dissertation Universität Freiburg i. Br.
- Kunz, Franziska: Auswirkungen der Erhebungsanonymität auf die Teilnahmebereitschaft und das Antwortverhalten in postalischen Befragungen zu selbst berichteter Kriminalität. Ein Methodenexperiment. In: forschung aktuell - research in brief, Nr. 44, Max-Planck-Institut Freiburg; edition iuscrim, 2013 (im Erscheinen).
- Kunz, Franziska: Kriminalität älterer Menschen. Ergebnisse einer postalischen Befragung. In: Geriatrie Report, 2013, Heft⁄Band 8/1, S. 8 - 14.
- Kunz, Franziska / Grundies, Volker: Zur Messung von Norminternalisierung und Delinquenzbereitschaft in Befragungen: Beeinflusst der Fragekontext das Antwortverhalten der Respondenten? In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 2011, Heft⁄Band 94/5, S. 345 - 363.
- Kunz, Franziska: Kriminelles Verhalten und polizeiliche Registrierung: Selbstberichte von Menschen im höheren Lebensalter. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 2011, Heft⁄Band 44/1, S. 55 - 65.
- Kunz, Franziska: Mahnaktionen in postalischen Befragungen: empirische Befunde zu Auswirkungen auf den Rücklauf, das Antwortverhalten und die Stichprobenzusammensetzung. In: Methoden Daten Analysen, 2010, Heft⁄Band 4/2, S. 127 - 155.
- Kunz, Franziska: Wie allgemein sind allgemeine Kriminalitätstheorien? Eine empirische Analyse auf der Basis von Querschnittdaten. In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 2010, Heft⁄Band 1/93, S. 42 - 68.
- Kunz, Franziska: Im Osten was Neues: Täter-Opfer-Ausgleich aus Sicht der Beteiligten. Ergebnisse einer Befragung von jugendlichen bzw. heranwachsenden Tätern und ihren Opfern. In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 2007, Heft⁄Band 6/90, S. 466 - 483.