Dipl.-Soz. Elke Wienhausen-Knezevic, LL.M.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsschwerpunkte:
Elke Wienhausen-Knezevic beschäftigt sich im Rahmen ihrer Dissertation Junge Haftentlassene zwischen Abhängigkeit und Autonomie mit der Frage, welche Ereignisse im Leben junger haftentlassener Sexual- und Gewaltstraftäter einen Wendepunkt markieren können und ob das Ausmaß der Eigeninitiative eine erfolgreiche Wiedereingliederung beeinflusst. Dabei soll vor allem untersucht werden, inwiefern altersgruppenspezifische Unterschiede zwischen heranwachsenden und erwachsenen Haftentlassenen hinsichtlich "Desistance"-begünstigender Faktoren vorliegen.
Wissenschaftlicher Werdegang:
Elke Wienhausen-Knezevic studierte Soziologie (Nebenfach Psychologie und Kriminologie) an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. Sie schloss das Studium der Soziologie mit der kriminologischen Diplomarbeit zum Thema Jugenddelinquenz und Wiedergutmachung von jugendlichen Graffiti-Sprayern (Lehrstuhl Prof. Schöch) im Januar 2008 ab. Nach einer einjährigen Tätigkeit im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einem Betrieb für Leuchtmittel/Lichtsysteme, entschied sie sich, eine kriminologische Laufbahn einzuschlagen und nahm im April 2009 das Masterstudium Kriminologie und Strafrechtspflege an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald auf, das sie im November 2010 abschloss. Während dieses Studiums erfolgte eine kurze Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft in der forensischen Abteilung der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität. Es folgte ein Praktikum beim Max-Planck-Institut, in dessen Rahmen sie an der Evaluationsstudie Sexualstraftäter in sozialtherapeutischen Anstalten des Freistaates Sachsen im sächsischen Strafvollzug mitarbeitete. Seit November 2009 ist Elke Wienhausen-Knezevic als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht tätig und für die Durchführung der Datenerhebung im Rahmen des Evaluationsprojektes in den beteiligten Justizvollzugsanstalten des Freistaates Sachsen sowie im Entlassumfeld der Probanden verantwortlich.
Publikationen (Auswahl):
- Wößner, Gunda / Wienhausen-Knezevic, Elke / Rauschenbach, Jana: Sozialtherapie im Jugendstrafvollzug – und dann? In: Jehle, Jörg-Martin u.a. (Hrsg.): Täter – Taten – Opfer. Grundlagenfragen und aktuelle Probleme der Kriminalität und ihrer Kontrolle. Neue Kriminologische Schriftenreihe, Bd. 114 (im Erscheinen / forthcoming). Mönchengladbach, Forum Verlag Godesberg, 2012.
Weitere Informationen:
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Bausteine für ein neues Leben.
MaxPlanckForschung, 3/2010, S. 84-91.