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"Maceió, Brasilien: Die Jugend, die Straße und der Zyklus der Gewalt"
Fotoausstellung von Cléssio Moura de Souza bis Ende November
(Veranstaltungen, 05.10.2018)
 

Die brasilianische Millionen-Stadt Maceió gilt als eine der gewalttätigsten Städte der Welt, insbesondere was die Gewalt von Jugendlichen angeht. Der Jurist Cléssio Moura de Souza ist für seine Forschung in diesen Hotspot gereist und hat Gefängnisse, Jugend­haft­anstalten und junge Leute auf der Straße aufgesucht, umfassend befragt und fotografiert.

Für seine Doktorarbeit interviewte er junge Männer, die Gewalttaten wie Raub, Mord oder Sexualdelikte begangen haben, und dokumentierte ihren Weg durch das brasilianische Justizsystem. Was ursprünglich als reine Feldforschung geplant war, weitete sich zu einem Fotoprojekt mit mehr als 4.000 Fotos aus.

Entstanden ist ein Zyklus, der den gesamten Verlauf einer kriminellen Karriere in Maceió zeigt – von den Ursachen der Kriminalität - die trostlosen Elendsviertel, die Arbeitslosigkeit und die Armut – zum harten Alltag in den unterschiedlichen Haftanstalten, bis hin zum kleinen Hoffnungsschimmer auf ein neues Leben jenseits der Gefängnismauern.

Erstmals stellt Cléssio Moura de Souza eine Auswahl seiner Bilder nun in Deutschland aus. Gezeigt wird die Ausstellung am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in der Gün­ters­tal­str. 73, wo die Doktorarbeit betreut wird. Die Ausstellung ist zu sehen bis Ende November, Montag bis Donnerstag, 9 bis 17 Uhr, Freitag, 9 bis 14.30 Uhr. Am 6. November, 14.30 und 15.30 Uhr, gibt der Fotograf eine Führung. Gruppen können sich für weitere Führungen anmelden, per Mail an c.moura@mpicc.de.

Ausstellungsbroschüre

  • Geändert am: 26.09.2018
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