Informationen für die Presse

Überblick

16.11.2017: "Kriminalitätsschwerpunkte in Freiburg" – Einladung zur Podiumsdiskussion

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Straf­recht lädt ein zur Podiumsdiskussion "Kriminalitätsschwerpunkte in Freiburg – Sinnvolle polizeiliche Strategie oder blinder Aktionismus?"
am Mittwoch, 22. November 2017 von 17 – 18.30 Uhr im Max-Planck-Institut, Gebäude Fürstenbergstraße 19, Vortragsraum.

Die Stadt Freiburg verfügt bereits seit Jahren über eine höhere Krimina­li­täts­belastung als andere Großstädte Baden-Württembergs. Um gezielter gegen Straftaten vorgehen zu können, hat die Polizei Kriminalitätsschwerpunkte definiert. Dazu zählen derzeit Teile der Altstadt ("Bermuda-Dreieck"), der Stühlinger Kirchplatz sowie der Colombipark. Die Kategorisierung als Brenn­punkt räumt der Polizei in den entsprechenden Gebieten laut Paragraph 26 des baden-württembergischen Polizeigesetzes weitergehende Rechte ein, z.B. bei Personenkontrollen (...)


08.11.2017: "Anti-Corruption Strategy in China"

Professor Dr. He Jiahong

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Straf­recht lädt ein zum Vortrag "Anti-Corruption Strategy in China" des renommierten chinesischen Strafprozessrechtlers und Kriminalautors He Jiahong
am 13.11.2017 Uhr um 16 Uhr im Vortragssaal des Max-Planck-Instituts, Günterstalstraße 73, Freiburg. Vortragssprache: Englisch.

Korruption ist in China allgegenwärtig. Will man im Job vorwärtskommen, sollen die Kinder in eine gute Schule oder erwartet man im Krankenhaus eine gute Behandlung, so geht das selten ohne, dass man dem Schulleiter, dem Arzt oder dem Vorgesetzten "Geschenke macht". Der renommierte chinesische Strafrechtler und Kriminalschriftsteller He Jiahong wird in seinem Vortrag "Anti-Corruption Strategy in China" von dieser Realität im Reich der Mitte berichten. Als Mitglied der Ethik-Kommission im Weltfußballverband FIFA beleuchtet er dabei u.a. die Frage der Korruption im Fußball. Zudem werden er Strategien zur Bekämpfung des Problems vorgestellt. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Diskussionsrunde (...)


28.08.2017: Verhinderung von Wohnungseinbrüchen durch Predictive Policing?

Forschungsbericht gibt Auskunft über Möglichkeiten und Grenzen

Lassen sich Wohnungseinbrüche durch Computer vorhersagen und damit auch verhindern? Das Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht hat diese Frage in einer vom Stuttgarter Landeskriminalamt in Auftrag gegebenen Evaluationsstudie untersucht. Es handelt sich um die erste externe wissenschaftliche Evaluation der als "Predictive Policing" bekannt gewordenen Strategie. Das zentrale Ergebnis der Studie ist, dass Predictive Policing nur bedingt funktioniert und moderate Wirkungen hat. In ländlichen Gebieten, in denen Wohnungseinbrüche seltener sind als in Großstädten, lohnt sich der Einsatz von Predictive Policing nicht (...)


10.01.2017: Mediation mit Ex-Terroristen
Versöhnungsprozess zwischen Opfern und ehemaligen Mitgliedern der italienischen Roten Brigaden

Die Tochter des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro sowie zwei Ex-Brigadisten, die in seine Entführung und Ermor­dung 1978 involviert waren, berichten über einen seit sieben Jahren andauernden Mediationsprozess.

An diesem Versöhnungsprozess, der 2008 fernab der Öffentlichkeit begann, beteiligen sich mehr als 25 Betroffene – Opfer bzw. Angehörige von Opfern und ehemalige Mitglieder der "Brigate Rosse". Ihre Begegnungen wurden von drei Mediatoren begleitet: dem Jesuiten Guido Bertagna, dem Kriminologen Adolfo Ceretti und der Juristin Claudia Mazzucato. Die Ex-Brigadisten haben zum Teil jahrzehntelange Haftstrafen verbüßt. Als Vorbild für den Versuch, über die reine Bestrafung der Täter hinaus eine tiefergehende Wiedergutmachung zu errei­chen, dienten die südafrikanische "Wahrheits- und Versöhnungs­kommis­sion" und die Prinzipien der sog. Restorative Justice (...)

11.11.2016: Forschung auf der Bühne
Veranstaltungen im und mit dem Theater Freiburg

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht feiert sein 50-jähriges Bestehen mit der Uraufführung von „A Song of Good and Evil“ in deutscher Sprache.

Was kann Strafrecht angesichts von Gräueltaten, wie sie in Kriegen oder von Terrororganisationen und Unrechtsstaaten an der Bevölkerung begangen werden, leisten?
Mit einer Podiumsdiskussion und der musikalischen Lesung A Song of Good and Evil bringt das Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in seinem Jubiläumsjahr zentrale und aktuelle Fragen des internationalen Strafrechts auf die Bühne (...)   

10.12.2014: Tagung am 18./19.12.2014 in Freiburg: „Transatlantischer Dialog zu staatlichen Überwachungsmethoden”

Seit Bekanntwerden der sogenannten Snowden-Enthüllungen wurde einer breiteren Öffentlichkeit  bewusst, welches Potenzial die moderne Computertechnik für die Speicherung von personenbezogenen Daten bietet und welch immense Datenmengen  gespeichert werden können. Dies geschieht bereits tatsächlich.

Regierungen im In- und Ausland setzen diese Technik unter Einsatz erheblicher finanzieller und personeller Mittel ein. Gefördert wird eine derartige Entwicklung durch einen größtenteils unkritischen öffentlichen Diskurs. Inhaltlich geht es hier um drohende, unkalkulierbare Risiken des internationalen Terrorismus wie auch der organisierten Kriminalität. Nach Ansicht der nationalen Sicherheitsbehörden ist mit den herkömmlichen rechtsstaatlich unbedenklichen Methoden der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung eine ausreichende Risikominimierung nicht möglich (...)

08.12.2014: „Deutscher Viktimisierungssurvey 2012“ - BKA und MPI Freiburg veröffentlichen Studie zur Sicherheitslage in Deutschland

Wie häufig werden Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Opfer von Diebstahl, Raub, Körperverletzung und anderen Delikten? Wie sicher fühlen sie sich in ihrer Umgebung und wie zufrieden sind sie mit der Arbeit der deutschen Polizei?
Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich der „Deutsche Viktimisierungssurvey 2012“ - eine gemeinsam vom Bundeskriminalamt (BKA) und dem Max-Planck-Institut (MPI) für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg durchgeführte Studie (...)


06.05.2014: Jugendliche haben unabhängig vom Migrationshintergrund großes Vertrauen in die deutsche Polizei

Es gibt kaum Hinweise auf ethnische Diskriminierungen – Ergebnisse einer Befragung von rund 7.000 Jugendlichen in Köln und Mannheim werden vorgestellt

Angesichts gewaltsamer Jugendproteste gegen die Polizei in Frankreich, England und zuletzt auch in Schweden stellt sich immer wieder die Frage, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund und vielfältigen sozialen Benachteiligungen auch in deutschen Großstädten ein ähnliches Gewaltpotenzial aufgestaut haben, das sich plötzlich entladen könnte (...)


02.04.2014: „Ehrenmorde“ werden von der deutschen Justiz härter bestraft als vergleichbare Tötungsdelikte

Die Juristin und Kriminologin Julia Kasselt hat im Rahmen ihrer Dissertation am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht die Strafzumessung deutscher Gerichte in so genannten Ehrenmordfällen untersucht. Im Vergleich mit Partnertötungen ohne einen entsprechenden kulturellen Hintergrund zeigt sich, dass „Ehrenmörder“ häufiger zu lebenslangen Freiheitsstrafen und langen Zeitstrafen verurteilt werden (...)

05.12.2013: Eröffnung des „Center for Chinese Legal Studies“ in Freiburg

Im Rahmen der „Conference on Modernization of the Criminal Justice System in China“ findet am Freitag, dem 06.12.2013, die feierliche Eröffnung des „Center for Chinese Legal Studies“ am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i.Br. statt. Den Hintergrund des Projekts bildet eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht (MPI) und der China University of Political Science & Law (CUPL), die auf eine Initiative des chinesischen Kultus- und des chinesischen Finanzministeriums, den sogenannten „2011 Plan“, zurückgeht (...)


27.11.2013: Italienischer Ritterorden an Freiburger Forscherin verliehen

Dr. Konstanze Jarvers erhielt am 21.11.2013 den Ehrentitel des Italienischen Ritterordens „Cavaliere dell‘Ordine della Stella d’Italia“, der vom italienischen Staatspräsidenten für besondere Verdienste bei der Förderung der Freundschaft und der Zusammenarbeit Italiens mit anderen Ländern verliehen wird. Die feierliche Zeremonie, bei der die Ehrenabzeichen und die Urkunde durch den in Freiburg ansässigen italienischen Konsul Filippo Romano übergeben wurden, fand am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg statt (...)


11.06.2013: Erster Max-Planck-Gesundheitstag am 20. Juni 2013

Wie kann ich Rückenschmerzen abwehren? Woran erkenne ich einen beginnenden Burnout und wie ernähre ich mich auch auf die Schnelle gesund? Diese und viele weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des 1. Max-Planck-Gesundheitstages, mit dem die Freiburger Max-Planck-Institute (MPI) ein Zeichen für einen gesünderen Arbeitsalltag setzen möchten (...)

14.03.2012: Empirische Studie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht "Schutzlücken durch den Wegfall der Vorratsdatenspeicherung?"

1. In Ausgabe Nr. 11/2012 berichtet das Magazin 'Der Spiegel' unter der Überschrift "Gutachten nach Wunsch" über mutmaßliche politische Hintergründe bei der Abwicklung einer empirischen Untersuchung zu möglichen Schutzlücken durch den Wegfall der Vorratsdatenspeicherung für das Bundesministerium der Justiz. Die dort geschilderten Abläufe werden in dem Bericht verkürzt dargestellt und fehlinterpretiert. Hierdurch kann der – unzutreffende – Eindruck entstehen, es handele sich um ein Gefälligkeitsgutachten (...)


17.01.2012: Falschmeldung bei heise online am 15.1.12:
Forschungsbericht zur anlassbezogenenautomatischen Kennzeichenfahndung,Verkehrsdatenabfrage und Mobilfunkortung zur Gefahrenabwehr in Brandenburg

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht hat in einer von September 2009 bis März 2011 durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung die rechtlichen Regelungen des Brandenburgischen Polizeigesetzes zur anlassbezogenen automatischen Kennzeichenfahndung, zur Verkehrsdatenabfrage und zur Mobilfunkortung zu Zwecken der Gefahrenabwehr (§§ 33b Abs. 3, Abs. 6 S. 2 und 36a a.F. BbgPolG) sowie die polizeiliche Anwendungspraxis dieser Maßnahmen evaluiert. Maßnahmen der Rasterfahndung waren, anders als bei heise online berichtet, nicht Gegenstand der Untersuchung (...)

01.12.2011: Ehrenmorde – Studie untersucht Gewaltphänomen in Deutschland erstmals auf breiter Datenbasis

Der Fall Hatun Sürücü erregte 2005 international Aufsehen. Der Mord an der in Deutschland geborenen Türkin kurdischer Abstammung ist einer von circa 120 so genannten „Ehrenmorden“, die sich zwischen 1996 und 2005 in Deutschland ereigneten. Dietrich Oberwittler und Julia Kasselt, Forscher am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Freiburg, können mit ihrer Studie „Ehrenmorde in Deutschland“ erstmals „empirisch belastbares Material“ zum Thema liefern. Es zeigt: In Relation zu allen Tötungsdelikten in Familien und Partnerschaften bilden Ehrenmorde nur eine kleine Gruppe. Als „Kriminalität der Anderen“ werden sie aber oft als spektakulär wahrgenommen (...)


02.11.2011: „Max-Planck-Tag“ am 11.11.2011

Die Max-Planck-Gesellschaft begeht am 11. November 2011 den „Max-Planck-Tag“. Anlässlich ihres 100jährigen Bestehens öffnen bundesweit Max-Planck-Institute ihre Türen für die Öffentlichkeit. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht und das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik Freiburg laden Schüler/-innen, Studierende und andere Interessierte in der Zeit von 10 bis 15 Uhr zu Vorträgen und Filmbeiträgen zu den Themenbereichen „Aspekte der Kriminalität und der Sicherheit“ sowie „Mensch-Umwelt-Gene-Immunsystem“ ein (...)

Max-Planck-Tag am 11. November 2011

29.09.2011: Kriminalitätsatlas Baden-Württemberg ermöglicht detaillierten Blick auf räumliche Muster des Verbrechens

Wo werden in Baden-Württemberg besonders viele Diebstähle, Raubüberfälle oder Körperverletzungen registriert, wo besonders wenige, und welche Erklärungen gibt es für regionale Unterschiede? Mit ihrer Studie „Kriminalgeographie Baden-Württemberg (2003 – 2007)“, die vom Stuttgarter Landeskriminalamt in Auftrag gegeben wurde, ermöglichen Dietrich Oberwittler und Dominik Gerstner vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Freiburg erstmals sehr genaue Einblicke in regionale Schwerpunkte des Kriminalitätsgeschehens. Eines ihrer Ergebnisse: Die Täter kommen häufig aus dem Umland. Die Kriminalität wird vom Land in die Städte importiert (...)


14.03.2011: Die Dynamik des Terrorismus

Wie entsteht Terrorismus? Wie sind Terroristen organisiert? Und warum werden Menschen zu Terroristen?

Diese Fragen bewegen nach den jüngsten Anschlagsdrohungen zu Weihnachten 2010 Menschen weltweit. Terror nagt am Menschen und an den Grundfesten einer Gesellschaft. Drohungen machen Angst und fordern Reaktionen. Mit ihrer Studie "Terrorismus – Definition, Struktur, Dynamik" reagiert die Kriminologin Anne Wildfang auf herrschende Verunsicherungen (...)


15.12.2010: Kriminalität von Senioren

"Alter bringt Erfahrung" heißt ein deutsches Sprichwort. Altern bedeutet aber nicht soziale Disziplinierung. Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg sind Senioren nicht immer gesetzestreue Bürger. Eine Befragung von 2.000 Männern und Frauen im Alter zwischen 49 und 81 Jahren aus Südbaden durch die Soziologin Franziska Kunz ergab: Senioren sitzen alkoholisiert hinterm Steuern. Sie begehen Betrugs- und Vermögensdelikte. Sie mogeln bei der Steuererklärung und betrügen ihre Versicherung. Die befragten Bürger und Bürgerinnen sind keine Schwerverbrecher. Sie sind meist sozial integriert und ökonomisch abgesichert. Sie fahren aber schwarz und stehlen (...)

Willkommen im Pressereferat des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht!

Bitte wenden Sie sich bei Presseanfragen ausschließlich an das Pressereferat des Institutes. Dieses vermittelt Ihnen eine Ansprechpartnerin/einen Ansprechpartner aus dem Institut und/oder stellt Ihnen nach Rücksprache mit der Expertin/dem Experten für das Thema die gewünschten Informationen sowie Bildmaterial zur Verfügung.

Sie erreichen das Pressereferat unter der E-Mail-Adresse

presse@mpicc.de

Ansprechpersonen für Presseanfragen:

Pressereferentin

Anna Schaich
+49 (0)761 7081-273
a.schaich@mpicc.de

Pressekoordinatorin für die Abteilung Kriminologie:

Dr. Dina Hummelsheim-Doß
+49 (0)761 7081-344
d.hummelsheim@mpicc.de

Pressekoordinator für die Abteilung Strafrecht:

PD Dr. Hans-Georg Koch
+49 (0)761 7081-223
hg.koch@mpicc.de

  • Geändert am: 16.11.2017
  • Top