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Datum: 25.04.2019 11:00 - 12:00
Ort: Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Günterstalstraße 73, 79100 Freiburg im Breisgau
Ansprechperson: Dr. Dina Hummelsheim-Doß
Email: d.hummelsheim@mpicc.de
Selbstkontrolle und Alterskriminalität. Unabhängige und interaktive Effekte niedriger Selbstkontrolle auf strafbares Handeln im fortgeschrittenen Alter

Der Vortrag ist institutsöffentlich, um eine formlose Anmeldung wird gebeten.

Al­ters- oder Se­nio­ren­kri­mi­na­li­tät stellt ein stark un­te­rer­forsch­tes The­ma dar. Zwar deu­tet die be­kann­te Al­ters-Kri­mi­na­li­täts-Kur­ve auf ei­ne un­ter­durch­schnitt­li­che Kri­mi­na­li­täts­be­tei­li­gung äl­te­rer Men­schen hin; der Al­ter­ss­truk­tur­wan­del der Ge­sell­schaft pro­phe­zeit in­des ein star­kes An­wach­sen der Zahl agi­ler Se­nio­ren. Über die Ur­sa­chen straf­ba­ren Han­delns be­tag­ter Per­so­nen ist we­nig be­kannt. Ei­ne Theo­rie, die ex­pli­zit den An­spruch er­hebt, kri­mi­nel­les Han­deln in al­len Le­bens­stu­fen und da­mit auch im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter zu er­klä­ren, ist Gott­fred­son und Hirschi’s Ge­ne­ral Theo­ry of Cri­me. In sei­nem Vor­trag wird Prof. Hir­ten­leh­ner auf Da­ten aus Nord­deutsch­land zu­rück­grei­fen, um die Be­deu­tung nied­ri­ger Selbst­kon­trol­le für die Ent­ste­hung von Se­nio­ren­kri­mi­na­li­tät zu be­leuch­ten. Be­son­de­res Au­gen­merk wird da­bei auf die Wech­sel­wir­kung ge­rin­ger Selbst­kon­trol­le mit der Ver­füg­bar­keit von Ge­le­gen­hei­ten für straf­ba­res Han­deln im hö­he­ren Al­ter ge­legt.