Forschungskooperationen

Nordamerika

Im Jahr 2016 wurde der Grundstein für eine Kooperation zwischen der Simon Fraser University, Institute on Violence, Terrorism, and Security und der kriminologischen Abteilung am Institut gelegt. Derzeit werden in dieser Kooperation folgende Forschungsziele verfolgt: eine direkte vergleichende Analyse der kanadischen Daten (Dr. Evan McCuish) und der Daten aus dem Sozialtherapieprojekt (Dr. Gunda Wößner) zu „Pathways to Sexual Delinquency and Recidivism“ sowie Beantragung von Fördergeldern für einen gemeinsamen internationalen Workshop zu „Risk Assessment and Risk Management of Potential Anti-state Terrorists“ (Dr. Raymond Corrado und Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht gemeinsam mit Dr. Gunda Wößner). Im Berichtszeitraum wurden hierfür erste gemeinsame Vorarbeiten geleistet. Darüber hinaus soll die Förderung des wissenschaftlichen Austauschs auch in anderen Bereichen ermöglicht werden.


Lateinamerika

In Lateinamerika lag der Schwerpunkt 2017 auf der strafrechtlichen Zusammenarbeit mit Kolumbien sowie der Zusammenarbeit mit dem Center for Justice and International Law (CEJIL) mit Sitz in Washington D.C. und der University of California, Berkeley Law School. In Kolumbien wurde im Rahmen des seit 2012 bestehenden Kooperationsabkommens mit der Externado Universität im Berichtszeitraum ein Modul zum Projekt der Grundlagenfragen der Geldwäschekontrolle vorbereitet. Darüber hinaus wurde ein gemeinsames internationales Kolloquium zu Fragen der Transitional Justice entworfen, das 2018 stattfinden wird. Zusammen mit CEJIL und der University of California Berkeley Law School wurde der Entwurf eines internationalen Protokolls für die Ermittlung von Angriffen gegen Menschenrechtsverteidiger entwickelt. Hinsichtlich der kriminologischen Zusammenarbeit mit Lateinamerika kommt die breit angelegte, u.a. durch ein Marie Curie Fellowship (2016–2018) von der EU finanzierte Untersuchung Legalization of Cannabis. The Uruguayan Model“ hinzu, das vor allem in Kooperation mit der Universidad de la Republica, Montevideo (Uruguay) durchgeführt wird. Diese Zusammenarbeit wurde mit der Gründung des Observatorio Latinoamericano en Política Criminal y Reformas Penales (OLAP) institutionalisiert.


Australien

In Australien ist das Max-Planck-Institut mit dem Projekt „Neighborhood Social Capital and Crime Problems in Multiethnic Urban Societies: A Cross-Cultural Comparison of Australian and German Cities” präsent. Das Projekt wird durch den DAAD ko-finanziert (2014–2018). In den Jahren 2015 und 2016 absolvierten Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Instituts einen Forschungsaufenthalt in Brisbane sowie australische Wissenschaftler einen Aufenthalt am Institut.

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