Forschungskooperationen

2. Nationale Kooperationen

Die Institutsdirektoren, Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht und Prof. Dr. Ulrich Sieber, haben an der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg den Status eines „qualifizierten Honorarprofessors“ mit vollen Mitwirkungsrechten. Prof. Dr. Albrecht ist ferner Mitglied der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Sieber Honorarprofessor und Mitglied der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Priv.-Doz. Dr. Dietrich Oberwittler, Senior Researcher in der kriminologischen Abteilung, wurde im Januar 2016 von der Universität Freiburg zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Aus dem Kreis der Mitarbeiter ist Prof. Dr. Jörg Arnold Honorarprofessor an der Universität Münster. An der Universität Freiburg decken beide Direktoren sowie wissenschaftliche Referentinnen und Referenten aus beiden Abteilungen einen beacht­li­chen Teil des Lehrangebots zum Schwerpunktbereich „Strafrechtliche Rechtspflege“ ab. Zudem tragen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kriminologischen Abteilung, vor allem Prof. Dr. Dietrich Oberwittler, zum Lehrangebot des soziologischen Instituts und neuerdings auch des University College Freiburg bei. PD Dr. Hans-Georg Koch ist langjähriges Mitglied der Ethik-Kommission der Universität Freiburg.

Neben Prof. Michael Tonry, PhD h.c., McKnight Presidential Professor of Criminal Law and Policy, University of Minnesota Law School, sind Prof. em. Dr. Dres. h.c. Wolfgang Frisch und Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Perron, beide Universität Freiburg, auswärtige Wissenschaftliche Mitglieder des Max-Planck-Instituts. Dabei steht die Berufung von Prof. Dr. Walter Perron auch in Zusammenhang mit der Kooperationsvereinbarung zwischen der Freiburger Universität und der Max-Planck-Gesellschaft, die diesen Status für den Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsvergleichung am Institut vorsieht. Umgekehrt ist geregelt, dass der am Institut für die strafrechtliche Abteilung zuständige Direktor zum qualifizierten Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg berufen wird.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg besteht weiterhin in der International Max Planck Research School for Comparative Criminal Law (IMPRS-CC) sowie der International Max Planck Research School on Retaliation, Mediation and Punishment (REMEP). Diese Kooperation fußt auf einer im Jahr 2010 geschlossenen Vereinbarung, deren Zweck es ist, besonders qualifizierte in- und ausländische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in den Gebieten der Strafrechtswissenschaft und Kriminologie für den Wissenschaftsstandort Freiburg zu gewinnen und auszubilden sowie durch eine gezielte Profilbildung wissenschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Seit 2005 besteht bei Forschungen zum Cybercrime eine enge Zusammenarbeit mit dem von Prof. Dr. Gerhard Schneider geleiteten Lehrstuhl für Informatik und Rechenzentrum der Universität Freiburg. In diesem Rahmen wird seit über 10 Jahren in jedem Wintersemester ein gemeinsames Seminar zum Thema „Cybercrime“ veranstaltet. Darüber hinaus arbeitet das Institut am Center for Security and Society mit. Beide Einrichtungen sind wiederum an dem Kompetenznetzwerk für das Recht der zivilen Sicherheit in Europa (KORSE) beteiligt.

Im Sommer 2013 wurde an der Universität Freiburg das „Zentrum für transkulturelle Asienstudien“ (CETRAS) gegründet, das ebenfalls mit dem Max-Planck-Institut zusammenarbeitet. CETRAS soll die interdisziplinären Asienforschungen der Freiburger Forschungseinrichtungen bündeln und eine Plattform für weitere Kooperationen und Verbundprojekte sowie für gemeinsame Vorlesungen, Seminare und Ausbildungsprogramme schaffen. Das Institut kooperiert mit CETRAS seither vor allem über das „Center for Chinese Legal Studies“.

Weiterhin ist bzw. war das Max-Planck-Institut im Berichtszeitraum Konsortialführer in drei Verbundprojekten, die im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurden und werden. Das Kooperationsprojekt zum Monitoring mit dem Thema Sicherheit in Deutschland (Barometer Sicherheit Deutschland – BaSiD) wurde 2015 abgeschlossen. Das Institut kooperierte mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe, dem Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik (ESK) in München, dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) in Tübingen, dem Bundeskriminalamt (BKA), der Katastrophenforschungsstelle der FU Berlin, dem Institut für Sozialwissenschaften der Universität Düsseldorf sowie dem Institut für Soziologie der Universität Freiburg. Das Projekt hatte die Ermittlung und Analyse objektiver und subjektiver Dimensionen von Sicherheit zum Gegenstand. Das BMBF-Verbundprojekt zur Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung in Deutschland und Europa (WISKOS) wird unter Beteiligung des ISI, dem BKA, dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Hochschule der Sächsischen Polizei durchgeführt. Das Projekt zielt auf die systematische Erfassung der Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung, der darauf bezogenen staatlichen Kontrollstrukturen sowie der innerbetrieblichen Erkennungs- und Präventionsstrategien in Deutschland und Europa. Neben einer Bestandsaufnahme des Status quo sollen unter Einbeziehung von Alternativmodellen im Ausland der Reformbedarf im deutschen Recht ermittelt und gegebenenfalls konkrete Vorschläge erarbeitet werden. Des Weiteren arbeitet das Institut in dem BMBF-Verbundprojekt „Sicherheit älterer Menschen im Wohnquartier“ (SENSIKO) als Konsortialführer eng mit der Fachhochschule Köln und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen (als Praxispartner) zusammen. Das Projekt analysiert die objektive Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung in Großstädten und stellt diese in den breiteren Kontext des (kollektiven) Sozialkapitals im Wohnquartier.

Schließlich ist das Max-Planck-Institut in das Konsortium der „China-EU School of Law“ in Peking eingebunden (Leitung: Universität Hamburg) und arbeitet zusammen mit der Universität Göttingen an einem Projekt zur Erstellung einer qualitativ verbesserten und auf Dauer angelegten Rückfallstatistik auf der Grundlage des Bundeszentralregisters.

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