Lehre und Wissenstransfer

I. Lehre im Inland

Lehre an der Universität

Lehraktivitäten an der Universität erfolgen durch die Direktoren sowie durch verschiedene wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Aktivitäten belegen eine weitere wichtige Form der Zusammenarbeit des Max-Planck-Instituts mit Universitäten, insbesondere mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Lehrenden des Max-Planck-Instituts wirken nicht nur aktiv daran mit, den Lehrbedarf der Universitäten in den Fächern Strafrecht und Kriminologie zu decken, sondern leisten inhaltlich darüber hinaus einen wichtigen Beitrag dazu, den Studierenden die Forschungen des Max-Planck- Instituts und dabei auch internationale wie interdisziplinäre Aspekte nahe zu bringen.

Details zu den einzelnen Lehrveranstaltungen
Schwerpunktausbildung Strafrecht

Elektronische Lehre (E-Learning)

Neben den oben erwähnten Präsenz-Lehrveranstaltungen im In- und Ausland ist das Institut auch im Bereich E-Learning, d.h. der elektronischen Lehre über das Internet, aktiv. Das Pilotprojekt „Cueno“ wurde ursprünglich an der Ludwig-Maximilians-Universität begonnen und am Max-Planck-Institut weiterentwickelt und ausgebaut. Zuletzt wurden die dogmatischen Ausführungen und die Fallbeispiele zusätzlich durch kriminologische Texte zur Lektion „Mord & Totschlag“ ergänzt. Diese Texte wurden ebenfalls zum Abruf zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2006 war damit die Entwicklungsarbeit am Pilotprojekt abgeschlossen. Trotz der überaus positiven Evaluation ist kein weiterer Ausbau vorgesehen, da die Ressourcen des Instituts auf Fragen der Grundlagenforschung konzentriert werden sollen. Das Angebot in der gegenwärtigen Form, das nach wie vor regen Zuspruch erfährt, soll jedoch für einige Zeit weiter aufrecht erhalten werden.

Details zum E-Learning-Projekt "Cueno"

II. Lehre im Ausland

Die Lehrtätigkeit des Max-Planck-Instituts ist nicht auf nationale Universitäten beschränkt, sondern betrifft in vielfältiger Weise auch Kooperationen mit Wissenschaftsinstitutionen im Ausland. Vielfach dient das Engagement wie beispielsweise der Rechtsstaatsdialog mit China der „juristischen Entwicklungshilfe“. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um die einseitige Zielstellung des Exports der deutschen Lehre in das Ausland. Vielmehr profitiert das Max-Planck-Institut für seine eigenen Forschungen: Die Kenntnisse und Erfahrungen, die von den Lehrenden über die jeweilige ausländische Rechtsordnung gewonnen werden, kommen der Rechtsvergleichung unmittelbar zugute. Diese Aspekte der Lehre werden nachfolgend näher dargestellt.

A. Richterausbildung in China

Zur Ausbildung junger Richter, aber auch von Richterausbildern selbst, hat der Legal Advisory Service der GTZ (Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, Büro in Peking) zusammen mit der Nationalen Richterakademie (National Judges College) in Peking das Projekt zur ‚Chinesisch-Deutschen Zusammenarbeit zur Richterausbildung’ initiiert. Teil des Programms ist die Durchführung eines Kurses im Strafrecht. Mit der Erstellung der Kursunterlagen und der inhaltlichen Begleitung des ersten Kurses im Strafrecht wurde das Freiburger Max-Planck-Institut beauftragt. [mehr]

B. Strafrechtliche Ausbildung von Richteranwärtern in Afghanistan

Zur Förderung des Reformprozesses in Afghanistan und zur Stabilisierung des dortigen Justizwesens organisiert das Max-Planck-Institut für ausländisches und öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg seit 2003 mehrere Projekte. Eines dieser Projekte unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Obersten Gericht Afghanistans die Ausbildung der Richteranwärterinnen und Richteranwärter in Afghanistan. Der strafrechtliche Teil dieses Projekts wird vom Freiburger Max-Planck-Institut betreut. [mehr]

C. Sommerkurse in Pécs, Ungarn

Seit dem Jahr 2006 führt das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht regelmäßig einmal im Jahr einen Sommerkurs in Zusammenarbeit mit der Universität Pécs in Ungarn durch. Die Kurse werden in Ungarn abgehalten und finden in deutscher Sprache statt. Sie richten sich an Studierende, Staatsanwälte, Richter und andere Interessierte, die sich über aktuelle Forschungsfragen des Instituts informieren möchten. Die Organisation wird abwechselnd von der kriminologischen und der strafrechtlichen Abteilung übernommen; als Vortragende kommen etablierte Forscher und wissenschaftlicher Nachwuchs gleichermaßen zum Einsatz. [mehr]

  • Geändert am: 16.07.2015
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