Die Ar­beit ana­ly­siert das Straf­an­wen­dungs­recht des Ei­ni­gungs­ver­tra­ges zwi­schen der DDR und der Bun­des­re­pu­blik. Aus­gangs­punkt ist die Her­aus­ar­bei­tung der grund­le­gen­den Be­deu­tung von Art. 315 EGStGB. Da­bei wird das Er­geb­nis er­zielt, dass Art. 315 I S.1 EGStGB de­kla­ra­to­risch auf das in­ter­tem­po­ra­le Straf­recht der Bun­des­re­pu­blik ver­weist. In­so­fern be­steht der wei­te­re Gang des Pro­jekts in der Un­ter­su­chung des Re­ge­lungs­me­cha­nis­mus des in­ter­tem­po­ra­len Straf­rechts. Schwer­punkt bil­det hier­bei das Ver­hält­nis zwi­schen dem Grund­satz "lex pos­te­ri­or de­ro­gat le­gi prio­ri" und dem Rück­wir­kungs­ver­bot. Zwi­schen bei­den Grund­sät­zen wird ein Zu­sam­men­spiel ge­se­hen. In der Fol­ge wird sich dem Ge­bot des mil­des­ten Ge­set­zes so­wie der Un­rechts­kon­ti­nui­tät zu­ge­wandt. Als Er­trag des Pro­jekts wird be­son­ders her­aus­ge­stellt, dass die Fra­gen des Straf­rechts­über­gangs der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung in An­leh­nung an das in­ter­tem­po­ra­le Straf­recht der Bun­des­re­pu­blik be­ant­wor­tet wer­den soll­ten, wo­zu ei­ne Prü­fungs­rei­hen­fol­ge zur Fest­stel­lung der Straf­bar­keit von DDR-Alt­ta­ten nach Wirk­sam­wer­den des Bei­tritts am 3.10.1990 ent­wi­ckelt wird.

Die Dis­ser­ta­ti­on, die un­ter der Be­treu­ung von Priv.-Doz. Dr. Jörg Ar­nold stand, wur­de an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zu Ber­lin im De­zem­ber 1999 mit dem Ri­go­ro­sum er­folg­reich ab­ge­schlos­sen.