Auf der Su­che nach Al­ter­na­ti­ven zum Frei­heits­ent­zug bil­det in neue­rer Zeit der elek­tro­nisch über­wach­te Haus­ar­rest einen Hoff­nungs­trä­ger zur Ent­las­tung der Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten und zur Kos­ten­sen­kung. Die vor­lie­gen­de Ar­beit be­schäf­tigt sich mit die­ser The­ma­tik an­hand ei­ner ver­glei­chen­den kri­mi­no­lo­gi­schen Stu­die.

Zu­nächst stellt die Stu­die An­wen­dungs­be­rei­che, Tech­nik, Ent­ste­hungs­ge­schich­te und Ver­brei­tung des In­stru­ments vor. An­schlie­ßend wird die un­ter­schied­li­che Aus­gangs­si­tua­ti­on zur elek­tro­ni­schen Über­wa­chung in Schwe­den und in Deutsch­land nach­ge­zeich­net. Der Schwer­punkt der Ar­beit liegt auf der Aus­wer­tung von zwei schrift­li­chen Be­fra­gun­gen un­ter Prak­ti­kern aus Jus­tiz und Voll­zug in Schwe­den und Nie­der­sach­sen. Von die­ser Ana­ly­se aus­ge­hend be­fasst sich die Au­to­rin un­ter Be­rück­sich­ti­gung des straf­theo­re­ti­schen Be­zugs­rah­mens mit der Fra­ge nach ei­ner An­wend­bar­keit der Op­ti­on in Deutsch­land und ent­wi­ckelt An­re­gun­gen für die Um­set­zung ei­nes Mo­dells zum elek­tro­nisch über­wach­ten Haus­ar­rest.