In Er­gän­zung zu der Un­ter­su­chung Schutz­lücken durch Weg­fall der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung? (2010 bis 2011) soll die Ab­fra­ge­pra­xis bei Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­kehrs­da­ten nach dem Weg­fall der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung wei­ter er­forscht wer­den. Da­mit soll ei­ne ent­schei­den­de In­for­ma­ti­onss­lücke ge­schlos­sen wer­den, die bis­lang we­gen der feh­len­den sta­tis­ti­schen Er­fas­sung von Fäl­len, in de­nen ei­ne Ab­fra­ge auf­grund der ver­än­der­ten Rechst­la­ge un­ter­bleibt bzw. er­folg­los bleibt, be­steht und we­sent­lich zu der Kon­tro­ver­se um die tat­säch­li­che Be­deu­tung der Ver­kehrs­da­ten­ab­fra­ge im Er­mitt­lungs­all­tag bei­trägt.

Hier­zu sol­len die Art und tat­säch­li­che Zahl der Pro­blem­fäl­le im Straf­ver­fol­gungs­all­tag stich­pro­ben­wei­se er­fasst und auf Ge­samt­deutsch­land hoch­ge­rech­net wer­den. Zu die­sem Zweck wur­de ein Er­he­bungs­bo­gen ent­wi­ckelt, den die De­zer­nen­tin­nen und De­zer­nen­ten sämt­li­cher Staats­an­walt­schaf­ten in aus­ge­wähl­ten Bun­des­län­dern im We­ge ei­ner Selbs­t­er­he­bung bei al­len Ver­fah­renser­le­di­gun­gen in dem Er­he­bungs­zeit­raum aus­fül­len soll­ten. Mit­ge­wirkt ha­ben die Län­der Ba­den-Würt­tem­berg, Bran­den­burg und Nie­der­sach­sen. Er­he­bungs­zeit­raum war ein Mo­nat, re­gio­nal gestaf­felt auf den Zeit­raum Sep­tem­ber/Ok­to­ber 2011.