Das Projekt ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Forschungsprogramms für zivile Sicherheit und gehört zur Hightech-Strategie des Ministeriums. Federführend wird der "Fachdialog Sicherheitsforschung. Unterstützende Stelle" vom Institut für System- und Innovationsforschung der Fraunhofer Gesellschaft geleitet. Vertragliche Kooperationspartner sind das Max-Planck-Institut und das Soziologische Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

In den Pro­gramm­li­ni­en "Sze­na­ri­e­n­ori­en­tier­te For­schung" und "Tech­no­lo­gie­ver­bün­de" sind ge­sell­schaft­li­che Fra­ge­stel­lun­gen über den tech­no­lo­gi­schen For­schungs­pro­zess Be­stand­teil der ein­zel­nen Pro­jek­te. Auf­ga­be des "Fach­dia­logs Si­cher­heits­for­schung. Un­ter­stüt­zen­de Stel­le" ist die Ver­net­zung und Bün­de­lung der For­schung. In die­sem Rah­men er­folg­te ei­ne Kar­to­gra­phie­rung der geis­tes- und so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen Be­gleit­for­schung.

Die ge­sell­schaft­li­chen Fra­gen der Si­cher­heits­for­schung wer­den in vier Di­men­sio­nen an­hand ei­nes of­fe­nen und viel­schich­ti­gen Theo­rie­be­zu­ges un­ter­sucht: 1. Si­cher­heits­kul­tur (ge­sell­schaft­lich), 2. Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur (in­ter­na­tio­nal, na­tio­nal), 3. Si­cher­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (ope­ra­tiv), 4. Si­cher­heits­tech­nik (Mi­kro­ebe­ne). Die pro­gram­ma­ti­schen Aspek­te der For­schung rich­ten sich nicht al­lein auf die Ak­zep­tanz­schaf­fung für ent­wi­ckel­te Tech­no­lo­gi­en. Viel­mehr geht es dar­um, For­schung für ad­äqua­te Si­cher­heits­kon­zep­te und Tech­ni­k­ent­wick­lun­gen an­zu­stel­len. Da­her liegt der Fo­kus ers­tens auf Be­wer­tungs­fra­gen (Wahr­neh­mung von und Er­war­tun­gen an Si­cher­heit; so­zio­kul­tu­rel­le und po­li­tisch-nor­ma­ti­ve Di­men­sio­nen von Be­dro­hungs­de­fi­ni­tio­nen und Si­cher­heits­s­tra­te­gi­en), zwei­tens auf er­schöp­fen­den Kon­t­ex­t­re­fle­xio­nen zu den je­weils re­le­van­ten Di­men­sio­nen (Vor­aus­set­zun­gen, Be­deu­tun­gen und Fol­gen von Si­cher­heits­s­tra­te­gi­en) und drit­tens auf ei­nem so­zio-tech­ni­schen Den­ken (tech­ni­sche Struk­tu­rie­rung des So­zia­len; so­zia­le und kul­tu­rel­le Prä­gung von Tech­ni­sie­rungs­stra­te­gi­en; be­wuss­te Ge­stal­tung bei­der Pro­zes­se).

Ab­bil­dung: Vier-Säu­len-Mo­dell Ge­sell­schaft­li­che Di­men­sio­nen der zi­vi­len Si­cher­heits­for­schung

Der Fach­dia­log be­gann einen ers­ten ge­mein­sa­men Aus­tausch mit ge­sell­schaft­li­chen Ak­teu­ren im No­vem­ber 2008 auf dem Kon­gress "... mit Si­cher­heit: für Frei­heit – Die ge­sell­schaft­li­chen Di­men­sio­nen der Si­cher­heits­for­schung". Am 5. und 6. No­vem­ber 2008 wur­den grund­le­gen­de Ent­wick­lun­gen der ge­sell­schaft­li­chen Si­cher­heits­kul­tur und der in­sti­tu­tio­nel­len Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur be­han­delt. Im Rah­men des Fach­dia­logs fin­den re­gel­mä­ßig in­ter­dis­zi­pli­näre Tref­fen mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern aus den Geis­tes- und So­zi­al­wis­sen­schaf­ten statt, auf de­nen der ak­tu­el­le und zu­künf­ti­ge For­schungs­be­darf für ge­sell­schafts­wis­sen­schaft­li­che Si­cher­heits­the­men iden­ti­fi­ziert wird. Drei Ar­beits­grup­pen be­fas­sen sich ver­tieft mit fol­gen­den Quer­schnitt­the­men: "Si­cher­heits­be­wusst­sein und Si­cher­heits­an­for­de­run­gen in der Ge­sell­schaft", "Tech­ni­sie­rung und öko­no­mi­sche Fra­gen der Si­cher­heit" und "Ge­sell­schaft und ih­re si­cher­heits­re­le­van­ten Ak­teu­re".

Fi­nan­zie­rung:

Das Pro­jekt wird fi­nan­zi­ell ge­för­dert mit Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF) im Rah­men der Si­cher­heits­for­schung – For­schung für zi­vi­le Si­cher­heit.