Das La­bo­ra­toire Eu­ropéen As­so­cié (LEA) im For­schungs­be­reich Kri­mi­no­lo­gie ist ein von der Max-Planck-Ge­sell­schaft (MPG) und dem Cen­tre na­tio­nal de la re­cher­che scien­ti­fi­que (CNRS) ins Le­ben ge­ru­fe­ner For­schungs­ver­bund, der die ge­ziel­te För­de­rung der deutsch-fran­zö­si­schen For­schungs­ko­ope­ra­ti­on zu Fra­ge­stel­lun­gen der Kri­mi­na­li­tät und der Si­cher­heits- bzw. Prä­ven­ti­ons­po­li­tik zum Ziel hat. Die Ar­beit des La­bo­ra­toire ba­siert auf ei­nem bi­la­te­ra­len Ab­kom­men der bei­den na­tio­na­len For­schungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und wird mit Son­der­mit­teln fi­nan­ziert. Die Ab­kom­men wer­den je­weils für einen Zeit­raum von vier Jah­ren ge­schlos­sen. Mit Ab­lauf des Jah­res 2005 en­de­te die zwei­te Vier­jah­res­pe­ri­ode. Zwi­schen den bei­den Prä­si­den­ten wur­de Ein­ver­neh­men über die Fort­set­zung des La­bo­ra­toires für ei­ne drit­te Pe­ri­ode er­zielt, die ei­ne Wei­ter­füh­rung der For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten in den Jah­ren 2006 bis 2009 ga­ran­tiert.
Die Pro­jek­te der ers­ten vier Jah­re wa­ren auf die The­men­be­rei­che (1.) Po­li­zei, Jus­tiz und Im­mi­gra­ti­on, (2.) Dro­gen­kon­sum, Dro­gen­han­del und Dro­gen­öko­no­mie un­ter den Be­din­gun­gen straf­recht­li­cher Pro­hi­bi­ti­on so­wie (3.) Po­li­tik der in­ne­ren Si­cher­heit kon­zen­triert. Im zwei­ten Vier­jah­res­zeit­raum lag der Schwer­punkt auf Pro­jek­ten zu den Be­rei­chen (1.) po­li­zei­li­che Ak­ti­vi­tä­ten und Er­mitt­lungs­an­sät­ze im Vor­feld des Straf­rechts, (2.) Po­li­tik und Pra­xis straf­recht­li­cher Sank­tio­nen und (3.) In­ne­re Si­cher­heit und Im­mi­gra­ti­on. Von den am Frei­bur­ger Max-Planck-In­sti­tut durch­ge­führ­ten Pro­jek­ten wur­den im Be­richts­zeit­raum 2004/2005 vier Pro­jek­te ab­ge­schlos­sen; zwei Pro­jek­te wur­den En­de 2005 neu be­gon­nen.