Seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung der bei­den deut­schen Staa­ten wer­den Mög­lich­kei­ten und Gren­zen der Auf­ar­bei­tung des von staat­li­cher Sei­te an den Bür­gern be­gan­ge­nen Un­rechts dis­ku­tiert. Zahl­rei­che In­itia­ti­ven, auch For­schungs­pro­jek­te, wur­den be­gon­nen, die ver­su­chen, der Pro­ble­ma­tik von Tä­ter- oder Op­fer­sei­te nä­her­zu­kom­men. Die For­schungs­grup­pe Kri­mi­no­lo­gie des Frei­bur­ger Max-Planck-In­sti­tuts für Straf­recht, die seit Jahr­zehn­ten, ins­be­son­de­re seit 1988, in der Op­fer­for­schung en­ga­giert ist, hat in Vor­be­rei­tung ei­nes For­schungs­vor­ha­bens zu der The­ma­tik ei­ne Pi­lot­be­fra­gung zu DDR- bzw. SED-Un­recht in Je­na durch­ge­führt. Fer­ner ver­an­stal­te­te die For­schungs­grup­pe in Zu­sam­men­ar­beit mit der For­schungs­ab­tei­lung der Gauck-Be­hör­de in Ber­lin ei­ne Ta­gung zum The­ma "Po­li­tisch mo­ti­vier­te Ver­fol­gung: Op­fer von SED-Un­recht". Der Band ent­hält die Ta­gungs­re­fe­ra­te ein­schließ­lich ei­ner Zu­sam­men­fas­sung der we­sent­li­chen Dis­kus­sio­nen.