Die Ar­beit be­fasst sich mit ei­nem The­men­be­reich, der seit der Spie­gel-Af­fä­re im Jahr 1986 im­mer wie­der zu großer Be­ach­tung in der Öf­fent­lich­keit führ­te. Die Durch­füh­rung straf­recht­li­cher Er­mitt­lungs­maß­nah­men ge­gen­über Jour­na­lis­ten führt in Öf­fent­lich­keit, Me­di­en und Jus­tiz im­mer wie­der zu be­acht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen rund um die Fra­ge, ob ein aus­rei­chen­der Schutz der grund­ge­setz­lich ver­bürg­ten Pres­se­frei­heit (Art. 5 Abs. 1 GG) ge­ge­ben ist.

Im Rah­men der vor­lie­gen­den Un­ter­su­chung wird die­se Fra­ge im Hin­blick auf straf­pro­zes­sua­le Er­mitt­lungs­maß­nah­men ge­gen­über Pres­se­or­ga­nen und ih­ren Mit­ar­bei­tern em­pi­risch un­ter­sucht. Ziel der Un­ter­su­chung ist es, ei­ne Be­stands­auf­nah­me hin­sicht­lich straf­pro­zes­sua­ler Er­mitt­lungs­maß­nah­men ge­gen­über Jour­na­lis­ten und Me­dien­mit­ar­bei­tern zu er­stel­len und da­mit zu ei­ner bes­se­ren Be­ur­tei­lung der For­de­run­gen nach ei­nem ver­stärk­ten Schutz der zur Ver­wei­ge­rung des Zeug­nis­ses be­rech­tig­ten Per­so­nen nach § 53 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 StPO bei­zu­tra­gen.