La­tein­ame­ri­ka be­fin­det sich der­zeit in ei­nem grund­le­gen­den Re­form­pro­zess auf dem Ge­biet des Straf­pro­zess­rechts. In na­he­zu al­len Län­dern wird das tra­di­tio­nel­le schrift­li­che In­qui­si­ti­ons­ver­fah­ren vom münd­li­chen Ak­ku­sa­ti­ons­pro­zess ab­ge­löst (vgl. Am­bos, Rechts­be­ra­tung in La­tein­ame­ri­ka als Auf­ga­be der Straf­rechts­wis­sen­schaft, ZStW 108, 445-456 [1996]; ders., ZStW 110 [1997], 225-251). Doch fehlt es an ei­nem In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen den be­trof­fe­nen Staa­ten. Des­halb wur­de mit dem Rechts­staats­pro­gramm der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung (CIED­LA, Sitz: Bue­nos Ai­res, Ar­gen­ti­ni­en) die Durch­füh­rung ei­nes ge­mein­sa­men For­schungs­pro­jekts ver­ein­bart, des­sen Ziel es war, den Stand des gel­ten­den Straf­ver­fah­rens­rechts und der Re­for­men in den Län­dern:  Ar­gen­ti­ni­en, Bo­li­vi­en, Bra­si­li­en, Cu­ba, Chi­le, Costa Ri­ca, El Sal­va­dor, Gua­te­ma­la, Hon­du­ras, Ko­lum­bi­en, Me­xi­ko, Pa­ra­guay, Pe­ru, Uru­guay und Ve­ne­zue­la zu er­mit­teln.