In­ter­na­tio­nal Max Planck Re­se­arch School on Re­ta­lia­ti­on, Me­dia­ti­on and Pu­nis­h­ment

Die In­ter­na­tio­nal Max Planck Re­se­arch School on Re­ta­lia­ti­on, Me­dia­ti­on and Pu­nis­h­ment (IM­PRS-RE­MEP) ist ei­ne von drei am Max-Planck-In­sti­tut für aus­län­di­sches und in­ter­na­tio­na­les Straf­recht (MPICC) an­ge­sie­del­ten Dok­to­ran­den­schu­len. Im Rah­men des For­schungs­pro­gramms der IM­PRS-RE­MEP wird der zen­tra­len Fra­ge­stel­lung nach der Rol­le und Funk­ti­on von Ver­gel­tung, Me­dia­ti­on und Stra­fe für die Aus­hand­lung, Kon­struk­ti­on, Auf­recht­er­hal­tung und Wie­der­ge­win­nung so­zia­ler Ord­nung, so­zia­ler Kon­trol­le und nun­mehr auch Si­cher­heit im Kon­text von Kon­flikt- und Post­kon­flikt­ge­sell­schaf­ten, aber auch im Zu­sam­men­hang mit Ver­bre­chen und Ter­ro­ris­mus nach­ge­gan­gen. Die IM­PRS-RE­MEP hat einen ver­glei­chen­den so­wie in­ter­dis­zi­pli­nären An­satz.

Die Pro­mo­ti­ons­pro­jek­te in Frei­burg kön­nen im We­sent­li­chen fünf Clus­tern mit aus­ge­wie­se­nem ei­ge­nem Pro­fil zu­ge­ord­net wer­den:

  • Das ers­te Clus­ter „Stra­fe, ver­gel­ten­de Ge­walt, In­ter­ak­tio­nen und So­zi­al­kon­trol­le“ um­fasst For­schungs­ar­bei­ten, die sich vor­nehm­lich mit der Wech­sel­be­zie­hung von for­ma­li­sier­ter Stra­fe und (ver­gel­ten­der) Ge­walt be­fas­sen.
  • Das zwei­te Clus­ter „Me­dia­ti­on und Streit­sch­lich­tung in ver­glei­chen­der Per­spek­ti­ve“ um­fasst For­schungs­ar­bei­ten, die einen rechts­ver­glei­chen­den An­satz ver­fol­gend sich mit der Rol­le von Me­dia­ti­on, Streit­sch­lich­tung und Kon­sens im Rah­men von meist for­ma­li­sier­ten Ver­fah­ren in ver­schie­de­nen Rechts­ord­nun­gen be­fas­sen.
  • Das drit­te Clus­ter „Post-Kon­flikt-Ge­sell­schaf­ten, Tran­si­ti­on, Aus­söh­nung und so­zia­le Ord­nung“ ent­hält Ar­bei­ten zu Tran­si­ti­ons­ge­sell­schaf­ten und Räu­men be­grenz­ter Staat­lich­keit hin­sicht­lich ih­rer Mo­di zu Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung und (straf­recht­li­cher) Auf­ar­bei­tung schwe­rer Men­schen­rechts­ver­bre­chen und ge­sell­schaft­li­cher Aus­söh­nung.
  • For­schungs­ar­bei­ten des vier­ten Clus­ters „Stra­fe und Wech­sel­wir­kung zwi­schen der Völ­ker­rechts­ord­nung und na­tio­na­len Rechts­ord­nun­gen“ be­fas­sen sich mit den Wech­sel­wir­kun­gen und Ein­flüs­sen des Völ­ker(straf)rechts und der in­ter­na­tio­na­len Ord­nung auf das na­tio­na­le bzw. lo­ka­le Recht und Ge­mein­we­sen.
  • Das fünf­te Clus­ter „Stra­fe, so­zia­le Kon­trol­le, Re­gu­lie­rung und Go­ver­nance“ be­zieht sich auf Un­ter­su­chun­gen, die das Zu­sam­men­spiel von recht­li­chen, wirt­schaft­li­chen und (si­cher­heits-)po­li­ti­schen Be­din­gun­gen in der Re­gle­men­tie­rung von (Wirt­schafts-)Kri­mi­na­li­tät un­ter der Fra­ge­stel­lung the­ma­ti­sie­ren, wie die­se Be­din­gun­gen und Pro­zes­se das (Wirt­schafts-)Straf­recht und sei­ne Durch­set­zung be­ein­flus­sen.

An der IM­PRS-RE­MEP be­tei­li­gen sich ne­ben dem Frei­bur­ger Max-Planck-In­sti­tut – vor­nehm­lich durch die kri­mi­no­lo­gi­sche Ab­tei­lung – das Max-Planck-In­sti­tut für eth­no­lo­gi­sche For­schung (Hal­le) und das Max-Planck-In­sti­tut für eu­ro­päi­sche Rechts­ge­schich­te (Frank­furt), die Rechts­wis­sen­schaft­li­che Fa­kul­tät der Al­bert-Lud­wigs-Uni­ver­si­tät Frei­burg so­wie die Phi­lo­so­phi­sche Fa­kul­tät I der Mar­tin-Lu­ther-Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg.. Spre­cher der Re­se­arch School ist der­zeit Prof. Dr. Gün­ther Schlee, Di­rek­tor am Max-Planck-In­sti­tut für eth­no­lo­gi­sche For­schung in Hal­le. Sein Stell­ver­tre­ter ist Prof. Dr. Hans-Jörg Al­brecht. Die Ge­samt­ko­or­di­na­ti­on hat Dr. Timm Su­reau vom Max-Planck-In­sti­tut für eth­no­lo­gi­sche For­schung in­ne. Dr. Ca­ro­lin Hil­le­manns ist ver­ant­wort­lich für den Stand­ort Frei­burg.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie un­ter www.remep.mpg.de .