Geschichte

Das Institut

Der Neubau entsteht

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht geht zurück auf das Seminar für ausländisches und internationales Strafrecht an der Universität Freiburg. Dieses war im Jahr 1938 vom damaligen Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität, Prof. Dr. Adolf Schönke, beantragt und im späteren Jahresverlauf vom Badischen Ministerium des Kultus und Unterrichts genehmigt worden. Den Namen „Institut für ausländisches und internationales Strafrecht“ erhielt es 1947. Im Jahr 1966 wurde das Institut in die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) aufgenommen und erhielt damit seinen noch heute gültigen Namen „Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht“. 1970 wurde das Institut um eine kriminologischen Forschungsgruppe (heute: kriminologische Abteilung) ergänzt. Seit Mai 2019 gibt es zudem die Abteilung Recht der öffentlichen Sicherheit.

Das Gebäude

Miniaturmodell des MPI

Im Jahr 1978 bezog das Institut seinen markanten Neubau in der Freiburger Wiehre, in dem es noch heute untergebracht ist. Der Architekturstil wird dem Brutalismus zugeordnet. Herzstück des viergeschossigen Baus ist die sich über mehrere Stockwerke erstreckende Bibliothek mit derzeit rd. 477.000 Büchern.
Untergebracht sind im Hauptgebäude auch die EDV-Abteilung, der Verlag, die Haustechnik und die Wissenschaftler*innen; hinzu kommen mehrere Seminarräume, ein Vortragssaal, eine Cafeteria und umfangreiche Archivräume. Für Gäste, Stipendiat*innen und Doktorand*innen stehen zwei Lesesäle mit insgesamt 40 Plätzen zur Verfügung. Im Zeitschriftenlesesaal sind etwa 1.850 Periodika aus dem In- und Ausland zu finden.
Im Jahr 2008 kam ein Erweiterungsbau in der umliegenden Nachbarschaft (Fürstenbergstraße 19) hinzu, in dem die Büros der Verwaltung, mehrere Seminar- und Besprechungsräume sowie Gästezimmer des Instituts zu finden sind.

Direktorium (in chronologischer Reihenfolge)

  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Heinrich Jescheck, Direktor von 1966 bis 1982, Gründungsdirektor (Abteilung Strafrecht)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Al­bin Eser, M.C.J., Direktor von 1982 bis 2003 (Abteilung Strafrecht)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Günther Kaiser, Direktor von 1973 bis 1997 (Abteilung Kriminologie)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Jörg Al­brecht, Direktor von 1997 bis 2019 (Abteilung Kriminologie)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ulrich Sieber, Direktor von 2003 bis 2019 (Abteilung Strafrecht)
  • Prof. Dr. Ralf Poscher, Direktor seit Mai 2019 (Abteilung Recht der öffentlichen Sicherheit)
  • Prof. Dr. Tat­ja­na Hörn­le, M.A. (Rutgers State University of New Jersey), Direktorin seit Juni 2019 (Abteilung Strafrecht)
  • Prof. Dr. Dr. Jean-Louis van Gelder, Direktor seit August 2019 (Abteilung Kriminologie)