Geschichte

Das Institut

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht geht zurück auf das Seminar für ausländisches und internationales Strafrecht an der Universität Freiburg. Dieses war im Jahr 1938 vom damaligen Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität, Prof. Dr. Adolf Schönke, beantragt und im späteren Jahresverlauf vom Badischen Ministerium des Kultus und Unterrichts genehmigt worden. Den Namen „Institut für ausländisches und internationales Strafrecht“ erhielt es 1947.  Im Jahr 1966 wude das Institut in die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) aufgenommen und erhielt damit seinen noch heute gültigen Namen "Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht". Gemeinsam mit dem Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und dem Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg zählte die MPG nunmehr drei rechtswissenschaftliche Institute in ihren Reihen. Weitere Institute mit rechtswissenschaftlicher Ausprägung folgten.

Der Neubau entsteht

Zum wissenschaftlichen Mitglied und Direktor des neuen Max-Planck-Instituts wurde Prof. Dr. Dr. Hans-Heinrich Jescheck berufen. 1970 wurde das Institut um eine kriminologischen Forschungsgruppe (heute: kriminologische Abteilung) ergänzt, deren Leitung Dr. Günther Kaiser übernahm, der zugleich neben Hans-Heinrich Jescheck zum neuen Direktor berufen wurde.

Prof. Dr. Albin Eser übernahm im Jahre 1982 den Lehrstuhl von Hans-Heinrich Jescheck an der Universität Freiburg und wurde Direktor am Max-Planck-Institut. Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht erhielt im Jahr 1995 den Ruf der Max-Planck-Gesellschaft als Nachfolger von Günther Kaiser. Seit Dezember 2018 ist Hans-Jörg Albrecht emeritiert. Prof. Dr. Ulrich Sieber folgte auf Albin Eser als Leiter der strafrechtlichen Forschungsgruppe (heute: strafrechtliche Abteilung) und Direktor des Instituts im Jahre 2003. Seit dem 1. Mai 2019 ist Prof. Dr. Ralf Poscher als dritter Direktor am Institut. Er leitet die neugegründete Abteilung Recht der öffentlichen Sicherheit.

Das Gebäude

Im Jahr 1978 bezog das Institut seinen markanten Neubau in der Freiburger Wiehre, in dem es noch heute untergebracht ist. Der Architekturstil wird dem Brutalismus zugeordnet. Herzstück des viergeschossigen Baus ist die sich über mehrere Stockwerke erstreckende Bibliothek mit derzeit rd. 477.000 Büchern.

Miniaturmodell des MPI

Untergebracht sind im Hauptgebäude auch die EDV-Abteilung, der Verlag, die Haustechnik und die Wissenschaftler*innen; hinzu kommen mehrere Seminarräume, ein Vortragssaal, eine Cafeteria und umfangreiche Archivräume. Für Gäste, Stipendiat*innen und Doktorand*innen stehen zwei Lesesäle mit insgesamt 40 Plätzen zur Verfügung. Im Zeitschriftenlesesaal sind etwa 1.850 Periodika aus dem In- und Ausland zu finden.

Im Jahr 2008 kam ein Erweiterungsbau in der umliegenden Nachbarschaft (Fürstenbergstraße 19) hinzu, in dem die Büros der Verwaltung, mehrere Seminar- und Besprechungsräume sowie Gästezimmer des Instituts zu finden sind.