Nachwuchsförderung

Die am Institut forschenden Doktorandinnen und Doktoranden werden insbesondere von den Direktoren des Instituts in den für die strafrechtliche und kriminologische Forschung wesentlichen Disziplinen betreut (Rechtswissenschaften, Soziologie, Psychologie). Die gute Zusammenarbeit mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird seit 2007 durch die Internationale Max Planck Research School für Strafrechtsvergleichung (IMPRS-CC) und seit 2008 weiter durch die International Max Planck Research School on Retaliation, Mediation and Punishment (REMEP) vertieft.

Die Doktorandinnen und Doktoranden promovieren in der Regel zum Dr. jur. Dies gilt nicht nur für die strafrechtliche Forschungsabteilung, sondern auch für die kriminologische Abteilung, da an der Universität Freiburg – wie an fast allen deutschen Universitäten – die Kriminologie zur Rechtswissenschaftlichen Fakultät gehört. Abhängig von dem jeweiligen akademischen Abschluss können sie aber auch an der Philosophischen und der Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät promovieren.

Eine Zulassung an der Universität Freiburg ist nicht zwingend erforderlich. So können auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit einer Zulassung an anderen deutschen Universitäten betreut werden, wenn eine der Betreuungspersonen dort ein Prüfungsrecht hat. Schließlich ist auch eine Zulassung an einer ausländischen Universität möglich, mit der das Institut zum Zweck der Nachwuchsförderung kooperiert.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist in der strafrechtlichen Abteilung grundsätzlich in das neue strafrechtliche Forschungsprogramm eingebunden. Die Schwerpunkte liegen deswegen auf den territorialen und funktionalen Grenzen des Strafrechts, vor allem in den Deliktsbereichen des Cybercrime, der Wirtschaftskriminalität, der organisierten Kriminalität und des Terrorismus. Die Themenstellungen werden dabei anhand der nationalen Rechtsordnungen sowie anhand des europäischen Strafrechts und des Völkerstrafrechts – zu einem großen Teil rechtsvergleichend – behandelt. In der kriminologischen Abteilung liegen die Forschungsschwerpunkte „strafrechtliche Sanktionen“, „Organisierte Kriminalität, Terrorismus und Innere Sicherheit“ sowie „empirische Strafverfahrensforschung“ im Mittelpunkt der Nachwuchsförderung. In Zukunft wird die Nachwuchsausbildung zunehmend in die beiden vom Institut geleiteten Research Schools verlagert.

  • Geändert am: 01.12.2015
  • Top