Albrecht, H.-J. (2007). Internationale Kriminalität, Gewaltökonomie und Menschenrechtsverbrechen : Antworten des Strafrechts. Internationale Politik und Gesellschaft - International Politics and Society, (2), 153–169.
In den Krisen- und Kriegsgebieten der Welt sind seit den 1980er Jahren immer wieder Gewaltökonomien entstanden. Sie basieren auf der Ausbeutung von Naturressourcen (wie Öl, Diamanten oder Tropenholz) durch Konfliktparteien, sie sind mit den bekannten Formen internationaler Kriminalität (wie Drogen-, Menschen- und Waffenhandel) verbunden und sie können ohne die Einbindung in ein verzweigtes Netz transnationaler Wirtschaftskriminalität nicht funktionieren. Menschenrechtsverletzungen sind ein konstitutiver Bestandteil der Gewaltökonomien. Die Antworten des internationalen Strafrechts auf diese komplexe Konstellation müssen noch weiterentwickelt werden.