Oberwittler, D., & Gerstner, D. (2011). Kriminalgeographie Baden-Württembergs (2003-2007) : Sozioökonomische und räumliche Determinanten der registrierten Kriminalität (Vol. A 6) Arbeitsberichte aus dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht. Freiburg i. Br.: Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht.
Dieser Arbeitsbericht stellt wesentliche Ergebnisse des Forschungsprojekts "Regionalanalysen der registrierten Kriminalität" vor. Das Projekt nutzt die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik der Jahre 2003 bis 2007 für eine detaillierte Analyse der regionalen Verteilungen der Kriminalität in Baden-Württemberg auf der Ebene der Städte ab 20.000 Einwohner und der Landkreise. Zudem erfolgt eine kleinräumige Analyse der Tatverdächtigenbelastungsziffern in den über 1000 Gemeinden des Landes. Die Regressionsanalysen können detaillierte Aufschlüsse darüber geben, welche strukturellen Faktoren mit Belastungen unterschiedlicher Kriminalitätsformen in Beziehung stehen. Sowohl soziale Benachteiligungen als auch Gelegenheitsstrukturen sowie deren Wechselwirkungen sind für die Erklärung hoher Kriminalitätsbelastungen relevant. Die Untersuchung zeigt die große Bedeutung der Tätermobilität für die hohe Kriminalitätsbelastung in größeren Städten auf. Die Vielzahl der Ergebnisse aus den Modellrechnungen wird in diesem Bericht verständlich beschrieben und durch Karten und Graphiken anschaulich aufbereitet.