Albrecht, H.-J. (Ed.). (2016). Kriminalität, Kriminalitätskontrolle, Strafvollzug und Menschenrechte : Internationales Kolloquium zum Gedenken an Professor Dr. Günther Kaiser vom 23. Januar 2009. Herausgegeben zum 50-jährigen Bestehen des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg, am 1. Juli 2016 (Vol. I 23) Schriftenreihe des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht : Interdisziplinäre Forschungen aus Strafrecht und Kriminologie. Presented at the Internationales Kolloquium zum Gedenken an Günther Kaiser. Kolloquium über “Kriminalität, Kriminalitätskontrolle, Strafvollzug und Menschenrechte,” Berlin: Duncker & Humblot.
Im Juli 2016 feierte das Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht sein fünfzigjähriges Bestehen. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Günther Kaiser war von 1973 bis 1996 Direktor des Instituts. Im Andenken an den am 3. September 2007 im Alter von 78 Jahren verstorbenen Emeritus fand im Jahr 2009 das Internationale Kolloquium „Kriminalität, Kriminalitätskontrolle, Strafvollzug und Menschenrechte“ in Freiburg statt. Günther Kaiser hat die Kriminologische Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut in Freiburg aufgebaut. Mit einem weitsichtigen Forschungsprogramm und seiner erfolgreichen Umsetzung hat Günther Kaiser dem Institut national und international Ansehen verschafft. Er hat damit auch die Entwicklung der Kriminologie zu einer eigenständigen und anerkannten Disziplin in Deutschland maßgeblich geprägt. Die von ihm veröffentlichten Studientexte zu Kriminologie, Strafvollzug und Jugendstrafrecht haben für das Fach auch im Bereich der universitären Ausbildung eine solide Grundlage geschaffen. Von Anfang an zeichnete sich seine wissenschaftliche Tätigkeit durch eine Interdisziplinarität aus, die empirische Forschung und normative Ansätze sowie verschiedene sozialwissenschaftliche Perspektiven in der Problemanalyse und Theoriebildung zusammenführte. Mit dem vorliegenden Band soll das Gedenken an ihn erneuert werden, indem die Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen mit ihren damaligen mündlichen Vorträgen und Grüßen hier nun noch einmal schriftlich zu Wort kommen dürfen.