Eser, A., & Heine, G. (Eds.). (1994). Umweltstrafrecht in England, Kanada und den USA (Vol. S 43) Beiträge und Materialien aus dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht. Freiburg i. Br.: edition iuscrim.
Die immer bedrohlicher werdenden Beeinträchtigungen unserer natürlichen Lebensgrundlagen konfrontieren auch das Recht und insbesondere das Strafrecht mit neuen Fragen, die nach Grundlagenforschung verlangen. Besondere Bedeutung kommt bei den vielschichtigen Untersuchungen den rechtsvergleichenden und den empirischen Projektstufen der strafrechtlichen bzw. kriminologischen Forschungsgruppe des Instituts zu. Mit diesem Band "Umweltstrafrecht in England, Kanada und den USA" wird das erste Teilstück aus dem rechtsvergleichenden Untersuchungsschritt veröffentlicht. In Form von Landesberichten - teilweise in englischer Sprache - werden Recht und Praxis strafrechtlichen Umweltschutzes im Ausland ermittelt. Weiter werden die Schutzpotentiale des Verfassungs-, Verwaltungs- und Zivilrechts in ihren Beziehungen zum Umweltstrafrecht auf der Basis der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen untersucht. Beachtung findet auch die grenzüberschreitende Umweltkriminalität. Einbezogen in diese Untersuchungsetappe sind die wichtigsten europäischen Länder und eine Auswahl außereuropäischer Staaten verschiedener Kulturkreise und Rechtstraditionen. Die entsprechenden Landesberichte werden in dieser Reihe in Kürze publiziert. Seit jeher geht von dem anglo-amerikanischen Rechtskreis eine besondere Faszination aus, wenn Antworten auf neue Fragestellungen gesucht werden. Die Beispiele England (Lomas), Kanada (Sickenberger/Prabhu/Weik) und USA (Thaman) bringen neue Gesichtspunkte in die Debatte um Rolle und Funktion des Strafrechts beim Schutz der Umwelt ein.